Digital-Camcorder mit DVD-Ram Meldung

Preis: etwa 5.000 Mark

Anbieter:
Hitachi
Am Seestern 18
40547 Düsseldorf
Tel. 02 11/52 91 50
Fax 02 11/5 29 15 90

www.hitachi.com

Bei der Wiedergabe von Spielfilmen ist die DVD schon seit einiger Zeit populär. Doch die Videoaufzeichnung auf Band liegt noch immer vorn. Als erster Hersteller bietet nun Hitachi einen Camcorder an, der statt Kassetten kleine DVD-Scheiben bespielt.

Der Hitachi DZ-MV 100 E ist der erste auf dem deutschen Markt erhältliche Camcorder, der auf eine wiederbeschreibbare Disk digital aufzeichnet: auf der DVD-Ram (Digital Versatile Disc ­ Random Access Memory).

Während Spielfilm-DVDs einen Durchmesser von zwölf Zentimetern haben, kommt die Camcorder-DVD nur auf acht Zentimeter. Für die DVD-Ram gibt es auf dem deutschen Markt zurzeit noch keine stationären DVD-Spieler. Allerdings können einige Computerlaufwerke für DVD-Rom auch die kleine Disk abspielen. Dazu wird die DVD-Ram aus ihrer Kunststoffhülle, die im Camcorder-Betrieb nicht geöffnet werden muss, entnommen.

Wer kein DVD-Rom-Laufwerk hat, kann die Daten über eine USB-Schnittstelle auf den Computer übertragen und dort beispielsweise die besten Fotos auf CD brennen. So wird auf der Disk Platz geschaffen. Insgesamt fasst der Speicher zwei Mal 30 Minuten Spielzeit in der empfehlenswerten "fine"-Aufzeichnung (bei halber Datenrate dementsprechend bis zu zwei Stunden oder 1998 Fotos in der Auflösung 1.280 x 960 Pixel. Laut Hitachi ist sie bis zu 100.000 Mal wiederbespielbar. Allerdings kostet die DVD-Ram mit 2,8 Gigabyte Speicherplatz zwischen 70 und 75 Mark.

Größter Trumpf des Geräts ist der sofortige Zugriff auf die Aufnahmefunktion. Bei herkömmlichen Camcordern wird eine Szene betrachtet und möglicherweise gelöscht, anschließend die Kassette an die Stelle gespult, an der die neue Aufnahme beginnen soll. Bei der DVD-Ram wird die neue Aufnahme ohne Suchen und Spulen grundsätzlich an die vorangegangene Aufnahme gefügt.

Blitzschnell auch die Wiedergabe: Ein Menü auf dem großen 3,5-Zoll-Farbmonitor zeigt die acht letzten Anfangsbilder der Aufnahmesequenzen und kann sofort angesteuert werden. Ein weiterer Clou sind bis zu 99 unterschiedliche Playlists (Titellisten). Damit können die Filmausschnitte unterschiedlich kombiniert werden: ohne das Original zu verändern etwa für eine Langversion des Urlaubs mit Landschaftstotalen oder für eine extra Kurzfassung mit den ausgelassensten Strandszenen.

Von den DVD-Funktionen abgesehen, ist der MV 100 mit den digitalen Camcordern des Tests im April 2001 vergleichbar. In diesem Rahmen liegt die Bildqualität bei "Sehr gut". Beim Hörtest fielen die von Bandrekordern bekannten Laufwerks-Nebengeräusche bei Aufnahmen mit dem internen Mikrofon auf, die sich bei diesem Gerät als hochfrequentes Sirren äußern. Die Handhabung liegt ebenfalls im oberen Bereich, der Akku ist überdurchschnittlich leistungsfähig.

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