Rechnen Arbeitnehmer den privaten Nutzen aus ihrem ­Firmenwagen nach der 1-Prozent-Regel ab, müssen sie dabei auch die Kosten für ein vom Werk eingebautes Navi­gationsgerät berücksichtigen. Denn es erhöht nach Ansicht des Bundesfinanzhofs den geldwerten Vorteil, den sie ­versteuern müssen (Az. VI R 37/04).

Nach der 1-Prozent-Regel ­versteuern Arbeitnehmer für Firmenwagen jeden Monat 1 Prozent vom inländischen ­Listenpreis mit Mehrwertsteuer als Arbeitslohn.

Auch der Mehrpreis für Sonderausstattungen zählt mit. In dem vom Bundesfinanzhof entschiedenen Fall betrug er für das Navigationsgerät rund 3  335 Euro. Davon muss der Kläger nach dem Urteil der Richter jeden Monat zusätzlich 33,35 Euro (1 Prozent) Lohn versteuern. Das sind 400,20 Euro im Jahr.

Mit 35 Prozent Steuersatz zahlt der Mann für das Navigationsgerät jedes Jahr 140,07 Euro mehr Steuern.

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