Dienst­wagen Strenge Anforderungen an elektronisches Fahrten­buch

0
Dienst­wagen - Strenge Anforderungen an elektronisches Fahrten­buch
Wer ein elektronisches Fahrten­buch nutzt, sollte den Zweck der Dienst­fahrt gleich erfassen. © Timr.com

Dienst­wagenfahrer, die ihre beruflich gefahrenen Kilo­meter mit einem elektronischen Fahrten­buch nach­weisen wollen, müssen sehr genau sein. Es genügt nicht, die Fahrt­wege unmittel­bar per GPS aufzuzeichnen, sie müssen auch zeit­nah den Anlass der Fahrt erfassen. Zudem darf sich das Fahrten­buch nicht noch Jahre später ändern lassen, sonst fällt es durchs Raster.

Rück­wirkende Versteuerung des Dienst­wagens

Deshalb muss ein Mann aus Nieder­sachsen rück­wirkend für drei Jahre den geld­werten Vorteil für die private Nutzung des Dienst­wagens nach der 1-Prozent-Methode versteuern statt nach seinem Fahrten­buch. Er muss somit Steuern nach­zahlen. Das bestätigte das Finanzge­richt Nieder­sachsen (Az. 3 K 107/18). Der Mann hat Beschwerde beim Bundes­finanzhof einge­legt (Az. VI B 25/19).

So führen Sie das Fahrten­buch richtig

Erfassen Sie gleich am Ende jeder Dienst­fahrt im Fahrten­buch Datum, Ziel, Zweck, Kilo­meter­stand zu Beginn und Ende der Fahrt, außerdem Namen besuchter Kunden oder Geschäfts­partner. Schieben Sie eine private Fahrt ein, vermerken Sie diese gesondert und dokumentieren Sie den Kilo­meter­stand nach Fahrtende. Bei reinen Privatfahrten genügt die Kilo­meter­angabe. Für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeits­platz reicht ein Vermerk samt der Kilo­meter.

Tipp: Was Arbeitnehmer neben Fahrt­kosten noch als Werbungs­kosten absetzen können, lesen Sie im kostenlosen Special Werbungskosten.

0

Mehr zum Thema

  • Dienst­wagen Wie Sie die private Nutzung am besten versteuern

    - Ein Dienst­wagen ist für Angestellte ein interes­santes Gehalts­extra mit finanziellen Vorteilen. Wer das Firmen­auto auch privat nutzt, muss dafür Steuern zahlen. Diese...

  • Steuerfreie Arbeit­geber­zuschüsse Booster fürs Netto­gehalt

    - Oft bringen geld­werte Vorteile wie Dienst­handy oder Jobti­cket mehr als eine Gehalts­erhöhung. 14 Beispiele, wie Sie mithilfe Ihres Arbeit­gebers Steuern und Abgaben sparen.

  • Muster­prozesse 2022 Von aktuellen Steuer­verfahren profitieren

    - Entscheidet der Bundes­finanzhof zugunsten der Steuerzahlenden, gewinnen rück­wirkend alle mit, die sich einge­klinkt haben. Stiftung Warentest stellt wichtige Prozesse vor.

0 Kommentare Diskutieren Sie mit

Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen. Bitte melden Sie sich an. Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice.