Dienst­fahr­rad Meldung

Die Finanz­ämter haben Dienst­fahr­räder als Geldquelle entdeckt. Arbeitnehmer, die das Fahr­rad auch privat nutzen dürfen, müssen dies nun als geld­werten Vorteil versteuern. Davon profitiert der Fiskus, denn immer mehr Chefs lassen radeln. Zum Beispiel fahren in Nord­rhein-West­falen rund 700 Polizisten mit dem Fahr­rad Streife statt mit dem Auto.

Jetzt müssen Arbeitnehmer, die auch privat mit dem Rad vom Chef fahren, wie beim Dienst­wagen den Vorteil nach der Ein-Prozent-Regel in ihrer Gehalts­abrechnung versteuern: Für ein Fahr­rad im Wert von 1 000 Euro muss der Radler 10 Euro versteuern. Beträgt sein Monats­gehalt 3 000 Euro, zahlt er ab Januar 2013 dafür 2,75 Euro mehr Lohn­steuer im Monat.

Maßgeblich ist nicht der tatsäch­liche Kauf­preis, sondern die Preis­empfehlung des Herstel­lers – abge­rundet auf einen vollen Betrag von 100 Euro. Das gilt auch für Elektrofahr­räder wie Pedelecs und E-Bikes vom Chef. Die neue Steuer­regel müssen Arbeit­geber erst­mals für das Jahr 2012 anwenden. Das haben die obersten Finanzbehörden der Länder beschlossen (Az. 3-S-233.4/187).

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