Die ersten Lebensjahre

Versicherungen

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Die ersten Lebensjahre - Richtig vorsorgen

Für Familien mit Kindern sind einige Versicherungen ein absolutes Muss. Hier finden Sie einen Überblick.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Jeder Mensch über 18 sollte eine gute Berufsunfähigkeitsversicherung (BUV) abschließen. Berufsunfähig kann jeder werden, egal ob Arbeitnehmer, Selbstständiger, Student oder Hausfrau. Ursache ist bei Erwachsenen meist eine Krankheit, seltener ein Unfall. Daher ist eine Unfall- oder Erwerbsunfähigkeitsversicherung nur zweite Wahl. Sie wird interessant, wenn der Versicherer den Antragsteller wegen Vorerkrankungen oder eines riskanten Berufs ablehnt.
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Privathaftpflichtversicherung

Eine Privathaftpflichtversicherung ist unverzichtbar, denn jeder ist für den Schaden, den er bei einem Dritten angerichtet hat, zum Schadensersatz verpflichtet – mit seinem gesamten Vermögen und (bis zur Pfändungsgrenze) seinem Einkommen, unter Umständen ein Leben lang. Junge Familien sollten sich gegen solche unkalkulierbaren Risiken durch eine Privathaftpflichtversicherung schützen. Eine Police reicht für die ganze Familie. Doch Police, ist nicht gleich Police. Zwar sind Kinder im Vertrag der Eltern mitversichert, doch für sie gilt: Unter sieben Jahren sind sie „nicht deliktfähig“. Das heißt, es gibt für den Schaden rechtlich keinen Schuldigen und die private Haftpflichtversicherung muss nicht zahlen. Im Straßenverkehr gilt das bis zum Alter von zehn Jahren. Deshalb sollten Eltern darauf achten, dass ihre Haftpflichtversicherung ausdrücklich deliktunfähige Kinder mitversichert.
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Krankenversicherung

Die Krankenversicherung ist in Deutschland für alle Pflicht. Arbeitnehmer, die über der Versicherungspflichtgrenze liegen (liegt 2010 bei 4 162,50 Euro brutto pro Monat), Selbstständige und Freiberufler können wählen, ob sie sich gesetzlich oder privat versichern wollen. Alle anderen müssen in eine gesetzliche Kasse. Für Familien ist die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) meist günstiger, da sie eine Familienversicherung anbietet. Das heißt: Ist ein Elternteil gesetzlich versichert, sind in der Regel der nicht berufstätige Ehepartner sowie alle Kinder automatisch beitragsfrei mitversichert (Mehr Infos zu Ausnahmen). In der privaten Krankenversicherung (PKV) hingegen muss jedes Familienmitglied Beitrag zahlen.
Special Krankenversicherung
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Risikolebensversicherung

Damit der Tod von Vater oder Mutter nicht auch finanziell zur Katastrophe wird, sollten beide Elternteile eine Risikolebensversicherung (RLV) abschließen. Zwar schützt auch eine Kapitallebensversicherung gegen das Todesfallrisiko. Doch die Untersuchungen der Stiftung Warentest zeigen: Die Policen sind nur für wenige geeignet. Besser ist es, Altersvorsorge und Hinterbliebenenschutz zu trennen.
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Invaliditäts-/Unfallversicherung

Krankheiten sind auch bei Kindern und Jugendlichen die häufigste Ursache von Schwerbehinderungen. Wer es sich finanziell leisten kann, sollte für sein Kind eine Invaliditätsversicherung abschließen. Sie ist zwar teuer, deckt aber sowohl eine Schwerbehinderung durch Unfall als auch durch Krankheit ab. Die preisgünstigere Unfallpolice leistet dagegen nur bei schweren Folgen von Unfällen.
Mehr Infos zur Kinderinvaliditätsversicherung
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Fine25 am 20.08.2012 um 15:36 Uhr
Warum kein Test zum Laufstall?

Ein Laufstall ist nicht nur äußerst praktisch, es stellt auch eine große Sicherheit für die Kleinen dar. Entwicklungspsychologisch gesehen ist ein Laufstall für die Entwicklung des Kindes ebenfalls unbedenklich. Fast jedes Kind liegt doch auch in einem Gitterbett oder nicht? Aus meiner Sicht sollte ein Kind doch auch lernen, sich auch mal allein zu beschäftigen, dies hat nichts mit "ruhigstellen" oder "bestrafen wollen" zu tun.
Ein Test über die aktuell käuflichen Modelle wäre aus meiner Sicht sehr sinnvoll und hilfreich.