Die ersten Lebensjahre

Versicherungen

25.05.2010
Die ersten Lebensjahre - Richtig vorsorgen

Für Familien mit Kindern sind einige Versicherungen ein absolutes Muss. Hier finden Sie einen Überblick.

Inhalt

Berufsunfähigkeitsversicherung

Jeder Mensch über 18 sollte eine gute Berufsunfähigkeitsversicherung (BUV) abschließen. Berufsunfähig kann jeder werden, egal ob Arbeitnehmer, Selbstständiger, Student oder Hausfrau. Ursache ist bei Erwachsenen meist eine Krankheit, seltener ein Unfall. Daher ist eine Unfall- oder Erwerbsunfähigkeitsversicherung nur zweite Wahl. Sie wird interessant, wenn der Versicherer den Antragsteller wegen Vorerkrankungen oder eines riskanten Berufs ablehnt.
Mehr Infos

Privathaftpflichtversicherung

Eine Privathaftpflichtversicherung ist unverzichtbar, denn jeder ist für den Schaden, den er bei einem Dritten angerichtet hat, zum Schadensersatz verpflichtet – mit seinem gesamten Vermögen und (bis zur Pfändungsgrenze) seinem Einkommen, unter Umständen ein Leben lang. Junge Familien sollten sich gegen solche unkalkulierbaren Risiken durch eine Privathaftpflichtversicherung schützen. Eine Police reicht für die ganze Familie. Doch Police, ist nicht gleich Police. Zwar sind Kinder im Vertrag der Eltern mitversichert, doch für sie gilt: Unter sieben Jahren sind sie „nicht deliktfähig“. Das heißt, es gibt für den Schaden rechtlich keinen Schuldigen und die private Haftpflichtversicherung muss nicht zahlen. Im Straßenverkehr gilt das bis zum Alter von zehn Jahren. Deshalb sollten Eltern darauf achten, dass ihre Haftpflichtversicherung ausdrücklich deliktunfähige Kinder mitversichert.
Mehr Infos

Krankenversicherung

Die Krankenversicherung ist in Deutschland für alle Pflicht. Arbeitnehmer, die über der Versicherungspflichtgrenze liegen (liegt 2010 bei 4 162,50 Euro brutto pro Monat), Selbstständige und Freiberufler können wählen, ob sie sich gesetzlich oder privat versichern wollen. Alle anderen müssen in eine gesetzliche Kasse. Für Familien ist die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) meist günstiger, da sie eine Familienversicherung anbietet. Das heißt: Ist ein Elternteil gesetzlich versichert, sind in der Regel der nicht berufstätige Ehepartner sowie alle Kinder automatisch beitragsfrei mitversichert (Mehr Infos zu Ausnahmen). In der privaten Krankenversicherung (PKV) hingegen muss jedes Familienmitglied Beitrag zahlen.
Special Krankenversicherung
Mehr Infos zur GKV

Risikolebensversicherung

Damit der Tod von Vater oder Mutter nicht auch finanziell zur Katastrophe wird, sollten beide Elternteile eine Risikolebensversicherung (RLV) abschließen. Zwar schützt auch eine Kapitallebensversicherung gegen das Todesfallrisiko. Doch die Untersuchungen der Stiftung Warentest zeigen: Die Policen sind nur für wenige geeignet. Besser ist es, Altersvorsorge und Hinterbliebenenschutz zu trennen.
Mehr Infos zur RLV

Invaliditäts-/Unfallversicherung

Krankheiten sind auch bei Kindern und Jugendlichen die häufigste Ursache von Schwerbehinderungen. Wer es sich finanziell leisten kann, sollte für sein Kind eine Invaliditätsversicherung abschließen. Sie ist zwar teuer, deckt aber sowohl eine Schwerbehinderung durch Unfall als auch durch Krankheit ab. Die preisgünstigere Unfallpolice leistet dagegen nur bei schweren Folgen von Unfällen.
Mehr Infos zur Kinderinvaliditätsversicherung
Mehr Infos zur Unfallversicherung

  • Mehr zum Thema

    E-Zigarette Ist Dampfen weniger gefähr­lich als Rauchen?

    - Die einen preisen das Dampfen als harmlose Alternative zum Rauchen. Die anderen warnen vor unbe­kannten Gesund­heits­gefahren der E-Ziga­retten. Fakt ist: E-Ziga­retten...

    Leistenbruch Was Männer wissen sollten

    - Jeden vierten Mann erwischt es einmal im Leben: ein Riss in der Leiste. Das Risiko für Brüche in der Bauchwand – fach­sprach­lich: Hernien – steigt mit dem Alter. Wie...

    Impfungen gegen Corona Das müssen Sie jetzt wissen

    - Die Impf­kommis­sion empfiehlt Impfungen gegen Covid-19 jetzt für alle 12- bis 17-Jährigen. Und ab Herbst könnte eine dritte Spritze kommen. Alle Infos zur Corona-Impfung.