Die Zukunft des Fernsehens Meldung

Wie guckst Du? Viele Deutsche, die über Antenne fernsehen, bekommen noch 2004 digitales TV.

„Digitales Fernsehen“ taucht immer häufiger in den Medien auf. test sagt, was Sie darüber wissen sollten.

Die digitale Übertragung von Fernsehprogrammen, auch DVB (Digital Video Broadcasting) genannt, löst die analoge Stück für Stück ab – bei der Übertragung via Satellit (DVB-S), terrestrisch via Antenne (DVB-T) sowie übers Kabelnetz (DVB-C). Hauptvorteil digitaler Datenübertragung: Sie braucht weniger Kapazitäten. So können zum Beispiel per Antenne drei- bis viermal so viele Programme empfangen werden wie bisher. Weitere Möglichkeiten der Technik wie interaktive Teilnah­me der Zuschauer sind noch Zukunftsmusik.

Wer eine Satellitenschüssel hat, kann bereits jetzt eine Vielzahl digitaler Programme empfangen. Der digitale Sat-Empfänger hat seinen analogen Kollegen so gut wie abgelöst. Im Kabelbetrieb dagegen spielt digitale Übertragung in der Praxis noch keine Rolle.

Für viele aber, die Antennen-TV sehen, stehen jetzt Veränderungen an: Auf Berlin-Potsdam, wo seit März 2003 digital gesendet wird, folgen als nächste Regionen am 24. Mai Köln/Bonn, Hannover/Braunschweig und Bremen/Unterweser mit 16 Programmen (ab November 24). Am 8. November gehen Hamburg/Lübeck, Kiel und Düsseldorf/Ruhrgebiet an den Start. Bis 2010 soll DVB-T deutschlandweit eingeführt sein. Wer es nutzen will, braucht einen DVB-T-Empfänger. Er „übersetzt“ die digitalen Signale für analoge Fernseher. Digitale TV-Geräte oder Module zum Nachrüsten sind hier noch selten.

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