Dialer: Auf Nummer sicher gehen

Wer sich gegen Dialer hunderprozentig schützen will, muss bei der Telekom die 0190-Nummer sperren lassen. Dieser Schutz bringt einige Nachteile mit sich. Sinnvolle und nützliche 0190-Nummern lassen sich dann auch nicht mehr wählen. Beispiele: Hotlines der Stiftung Warentest oder Micropaymentsysteme, wie das von Stiftung Warentest Online genutzte infin. Ein Kompromiss ist möglich: Surfer können sich vorsichtig verhalten, sich für den Fall der Abzocke rüsten. Ein gewisses Restrisiko müssen Sie dann allerdings in Kauf nehmen. Stiftung Warentest Online gibt Tipps, damit das Risiko möglichst klein bleibt.

  • Sperren. Wenn Sie ganz sicher gehen wollen, dann lassen Sie bei Ihrer Telefongesellschaft kostenpflichtig ihre 0190-Nummern sperren. Allerdings können Sie dann auch selbst keine 0190-Nummern mehr wählen.
  • Blocken. Ein sinnvoller Schutz für die Internet-Einwahl per Analog-Modem ist der Dialer-Blocker von Conrad Electronic. Das kleine Extra-Gerät für 29,95 Euro wird ans Modem angeschlossen und begrenzt die Wahlmöglichkeiten auf acht frei programmierbare Nummern (maximal jeweils 16 Ziffern). Bei der Wahl anderer Nummern wird die Telefonleitung blockiert. Vorteil: Der Dialer-Blocker kann nicht gelöscht werden. Der Dialer kann den Blocker also nicht umgehen. Nachteil: Der Blocker verhindert nicht die Installation des Dialers auf dem Computer.
  • A-DSL. Surfer mit einem DSL-Anschluss, die an ihrem Computer kein Modem aktiviert haben und nur über die Netzwerkkarte ins Internet gehen, sind vor Dialern geschützt. Doch Achtung: Auch ein USB-Kabel, das den Computer mit der Telefonanlage verbindet, kann Dialer einschleusen.
  • Modem. Bei analogen Modems muss der Dialer erst die aktive Verbindung trennen, um eine neue herzustellen. Erstens dauert das ein paar Sekunden. Zweitens ertönt erneut der Einwahlvorgang, falls Sie ihn aktiviert haben. In der Regel hören Sie also, wenn sich das Modem unaufgefordert einwählt. Trennen Sie dann die Verbindung.
    Bei ISDN hingegen können mehrere Kanäle parallel genutzt werden. Das heißt zur aktiven Verbindung kann noch eine weitere geschaltet werden. Bei einem Standardanschluss mit zwei Kanälen können Sie die doppelte Einwahl überprüfen, indem Sie den Telefonhörer abnehmen. Beim Versuch eine beliebige Nummer zu wählen, müsste das Besetztzeichen kommen.
  • Verbindung trennen. Auf Nummer sicher gehen Sie, wenn Sie die Verbindung zum Telefonnetz kappen. Ziehen Sie den Stecker ihres Modems oder ISDN-Karte aus der Anschlussdose. Dadurch wird die Verbindung getrennt.
  • Dialer finden. Es kann unter Umständen schwierig werden, einen Dialer zu finden. Sie können einige Routineuntersuchungen machen, wie zum Beispiel in Windows unter Start/Einstellungen/Systemsteuerung/Software nachschauen, ob dort der Dialer zu finden ist. Unter dialerschutz.de finden Sie weitere Hinweise. Allerdings müssen Sie damit rechnen, dass in manchen Fällen nur ein Experte den Dialer finden kann.

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