Dialer auf dem PC Meldung

Wählprogramme (Dialer) haben Internetsurfern schon Telefonrechnungen über Tausende Euro beschert. Das Gesetz über 0190/0900-Rufnummern sollte dem ein Ende bereiten: mit der Pflicht zur Preisauszeichnung und einem Preislimit. Die Surfminute darf höchstens 2 Euro kosten, die teure Verbindung nicht länger als 60 Minuten bestehen. Insgesamt dürfen pro Einwahl höchstens 30 Euro berechnet werden. Nur für registrierte Dialer darf kassiert werden.

Für den Verbraucher ist die Rechtslage dennoch unklar, das Risiko bleibt hoch:

  • Es darf rückwirkend auch für Dialer kassiert werden, die zur Registrierung vorgelegt wurden, jedoch noch nicht in die Datenbank aufgenommen wurden.
  • Mit wem streiten? Wir fanden in der Datenbank unter einer einzigen Rufnummer mehr als 200 000 registrierte Dialer.
  • Gleich einem Trojanischen Pferd nutzen unregistrierte, teure Dialer einen legalen. Der Kunde muss zahlen, denn er kann nur den legalen Dialer nachweisen.
  • Illegale Dialer leiten bei einem Kontrollanruf auf eine telefonische Sexhotline um (wie die Faxweiche im Kombifax). Der Richter urteilt sicherlich: „Zahlen!“.

Angesichts der enormen Betrugsmöglichkeiten sollten Sie sich vor dem Schaden schützen. Am besten gelingt das mit dem Dialer-Blocker (Conrad Electronic, rund 40 Euro).

Wer einen DSL-Anschluss hat, ist vor Wählprogrammen sicher. Jedoch nur, wenn er alle Verbindungen des Rechners zur Telefondose kappt. Keine Modemverbindung (Computerfax), keine USB-Leitung zur Telefonanlage darf mehr im Rechner stecken. Dialer könnten sich über diese Schleichwege einwählen und horrende Kosten verursachen, selbst wenn Sie einen Pauschalpreis (dsl-Flatrate) für den Internetzugang zahlen.

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