Diätkost kann nicht von der Steuer abgesetzt werden – selbst dann nicht, wenn der Patient chronisch krank ist, wenn er die Diät notwendig braucht und diese eine me­dikamentöse Behandlung ersetzt, die ansonsten erforderlich wäre.

Zöliakie, wie im vorliegenden Fall, sei zwar eine Krankheit, gab der Bundesfinanzhof zu. Deshalb könnten auch die unmittelbaren Krankheitskosten wie beispielsweise Arzneimittel als außergewöhnliche Belastung steuerlich anerkannt werden.

Doch der Wortlaut des Einkommensteuergesetzes schließt „Diätverpflegung“ namentlich aus – und zwar ausnahmslos, stellten die Richter fest. Auch die ursprünglich vorgesehenen Ausnahmen für Zuckerkrankheit und multiple Sklerose seien am Ende nicht ins Gesetz aufgenommen worden (Az. III R 48/04).

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