Diäten

Low Fat 30 – weniger Fett: Ein sinnvoller Ansatz

28.04.2005
Inhalt

Das Prinzip

Low Fat 30 bedeutet, dass nicht mehr als 30 Prozent der täglichen Kalorien aus Nahrungsfetten stammen sollten (low fat, englisch: wenig Fett). Bei einem Kalorienbedarf von etwa 1 800 Kilokalorien sind das etwa 65 Gramm Fett. Das reicht, um satt zu werden und auch, um ausreichend gesunde Öle mit ungesättigten Fettsäuren aufzunehmen. Zum Vergleich: Derzeit essen wir fast das Doppelte an Fett, und das schlägt an. Vermarktet wird das Diät-Konzept von der Low Fat 30 GmbH. Sie bietet Gruppenkurse zum Einstieg ins Fettsparen an, außerdem zahlreiche Low-Fat-30-Kochbücher sowie Ratgeber und Broschüren rund um den fettarmen Essalltag (siehe auch Abbildung).

Die Praxis

Für die Fettberechnung zusammengesetzter Lebensmittel oder Gerichte gibt es eine mathematische Formel, die im Alltag nicht immer praktikabel ist. Einfacher dürfte für viele das beim Gruppenkurs vermittelte Ernährungssystem mit farbigen Bonuspunkten für bestimmte Speisen und Verhaltensweisen sein. Außer der 30-Prozent-Regel gilt bei Low Fat 30 noch die Vorgabe, nur dann zu essen, wenn Sie wirklich hungrig sind.

test-Kommentar: Positiv für den langfristigen Erfolg: Das Programm ist grundsätzlich als Einstieg in eine dauerhaft fettärmere Ernährungsform gedacht, nicht als kurzfristige Diät. Doch Vorsicht: Low Fat heißt nicht No Fat. Ein allzu radikaler Fettverzicht führt zu Mangelerscheinungen bei wichtigen Vitaminen und bringt auch das psychische Wohlbefinden in Gefahr. Auch die Gesamtkalorienzufuhr sollten Sie weiterhin beachten. Wer mehr Kalorien zu sich nimmt, als er verbraucht, nimmt zu. Egal ob die Kalorien aus Fett, Kohlenhydraten oder Eiweiß stammen.

Fazit: Empfehlenswert

  • Fett sparen heißt Kalorien sparen.
  • Vor allem in der Gruppe ein sinnvolles Konzept.
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