Spezielle Lebensmittel für Diabetiker werden aus dem Handel verschwinden. Der Bundesrat hat im September die Diätverordnung verändert: Ab 2013 dürfen Hinweise wie „für Diabetiker geeignet“ nicht mehr auf Marmeladen, Süßigkeiten und Keksen stehen. Damit reagiert die Politik auf die längst etablierte wissenschaftliche Einschätzung, dass Diabetikerprodukte nicht sinnvoll sind. Einige gelten gar als schädlich, etwa wenn herkömmlicher Zucker durch Fruchtzucker (Fruktose) ersetzt wird. Denn zu viel Fruchtzucker fördert Stoffwechselkrankheiten, die in Zusammenhang mit ernährungsbedingtem Diabetes stehen. Experten schätzen, dass jeder zweite der etwa 6 Millionen Diabetiker in Deutschland regelmäßig diätetische Produkte verzehrt. Der Handel macht mit der vergleichsweise teuren Ware rund eine halbe Milliarde Euro Jahresumsatz. Schon seit Jahren raten seriöse Berater Diabetikern, sich so zu ernähren, wie es auch für gesunde Menschen am besten ist – mit viel Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten und Vollkorn.

Dieser Artikel ist hilfreich. 313 Nutzer finden das hilfreich.