Unblutige Methoden der Blutzuckermessung sind in der Vergangenheit bereits häufiger angekündigt worden. In zwei bis drei Jahren wirds nun wirklich was, sagt Professor Dr. Meinhard Knoll vom Institut für Chemo- und Biosensorik in Münster. Biosensoren machen es möglich: ein neuartiges Gerät zur Blutzuckermessung ohne lästiges Pieksen. Während sonst bis zu sechs Einstiche pro Tag notwendig sind, wird dann ein Pflaster mit einem Sensorchip auf die Haut geklebt. Darunter entsteht ein kleines Bläschen mit Gewebsflüssigkeit. Dessen Glukosegehalt speichert der Biochip kontinuierlich ab und überträgt ihn bei Bedarf per Funk auf ein Display, zum Beispiel das einer Armbanduhr. Seit September wird das neue Verfahren klinisch erprobt.

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