Dia-Scanner von Norma Schnelltest

Alte Babyfotos in Diarahmen, Jugendbilder im Schwarz-Weiß-Negativ - moderne Fernseher und Computer können damit nichts anfangen. Wer sie trotzdem digital bearbeiten möchte, braucht einen Scanner. Der haucht alten Schnappschüssen neues Leben ein. Zum Beispiel der Scanner, den Norma diese Woche für 34,99 Euro verkauft.

Nur ein Scanner im Angebot

Vier Einkäufer in fünf Norma-Filialen. Alle suchten nach dem ab Mittwoch angebotenen Scanner. Nur ein Einkäufer war erfolgreich: Morgens um 8:00 Uhr in Mahlow bei Berlin. Er ergatterte das einzige verfügbare Gerät. Offensichtlich hat Norma vielen Filialen keine oder nur sehr wenige Scanner geliefert.

Schnell einsatzbereit

Im Prüflabor lässt sich der Scanner leicht an den Computer anschließen. Die Software ist innerhalb weniger Minuten installiert. Die Bedienungsanleitung übersetzt zwar Begriffe wie Arbeitsspeicher mit „Minimales Gedächtnis“, ist ansonsten aber ausführlich und brauchbar. Die mitgelieferte Software ist übersichtlich aufgebaut. Sie bietet die üblichen Bearbeitungsfunktionen wie Drehen, Schneiden, Verändern von Farbe und Helligkeit. Rote Augen lassen sich ebenfalls entfernen. Das Vorauswahlmenü ist bereits optimal eingestellt.

Schiefe Bilder

Dem Scanner liegen zwei Schienen bei, auf denen die Negativstreifen und Dias befestigt werden. Diese Halterungen lassen sich jedoch nur mit Geschick öffnen und mit Druck an mehreren Stellen wieder verschließen. Die Bildhalter kommen rechts in den Scanner. Der richtet die Bilder nur grob aus. Wer keine schiefen Bilder möchte, muss per Hand nachjustieren. Rutscht ein Bild zu weit nach vorn, geht es nicht zurück. Der Fotofan muss dann die ganze Schiene neu einschieben.

Einfache Bedienung

Das Fenster „Live View“ zeigt das aktuelle Scannerbild. Hiernach wird der Filmhalter ausgerichtet. Nach dem Einrichten eines Bildes braucht die Farb- und Belichtungsautomatik einige Sekunden, um sich auf das neue Bild einzustellen. Auf Knopfdruck legt der Scanner los. Mit dem Transfer-Knopf überträgt der Computer die eingescannten Bilder in einen Ordner.

Schlechte Bilder

Die Ergebnisse enttäuschen jedoch: Die Bilder könnten schärfer sein. Scans von Diavorlagen geraten etwas zu dunkel. Farben von Diavorlagen erscheinen blass, von Negativen unnatürlich. Auf allen Bildern laufen horizontale Linien durchs Foto. Das schaffen teurere Scanner besser.

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