Deutscher Vermögensfonds I Meldung

Fondsgeschäftsführer Walter Rasch kämpft vor Gericht gegen die Aufsichtsbehörde.

Das Amtsgericht Hamburg hat über den MSF Master Star Fund Deutscher Vermögensfonds I in Braunschweig das Insolvenzverfahren eröffnet. Etwa 7 000 Anleger, die der Werbung von prominenten Politikern wie Ex-Bundesverteidigungsminister Rupert Scholz und Berlins Ex-Schulsenator Walter Rasch gefolgt waren, verlieren viel Geld. Finanztest hatte bereits 2004 vor der spekulativen Fondsbeteiligung gewarnt, die als „ergänzende Altersvorsorge“ angeboten wurde.

Von den Einzahlungen der Anleger in Höhe von rund 43 Millionen Euro sollen nur etwa 5 Millionen Euro übrig sein, sodass Anleger aus der Insolvenzmasse nur geringfügig entschädigt werden können.

Wie berichtet, hatte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) den Fonds im Juni geschlossen, weil er ohne Erlaubnis der Bafin Bankgeschäfte betreibe. Fondsgeschäftsführer Walter Rasch behauptet dagegen, er hätte für sein Finanzkonzept die Erlaubnis bekommen müssen. Dieses Konzept sei durch die Verfügung der Bafin zerstört worden.

Die Kanzlei KTAG Rechtsanwälte in Berlin hat eine Klage gegen Rasch eingereicht und Strafanzeige gegen die Verantwortlichen wegen des Verdachts der Untreue erstattet. Die Anwälte werfen Rasch vor, das Anlegergeld nicht investiert, sondern für „graue Kosten“ verbraucht zu haben. Rasch bestreitet das. Das Geld sei wie im Prospekt ­vorgesehen verwendet worden. Er werde gegen die Diffamierung der KTAG gerichtlich vorgehen.

Der Deutsche Vermögensfonds I steht auf der Finanztest-Warnliste.

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