Deutscher Vermögensfonds I Meldung

Geschäftsführer des Promifonds: Walter Rasch.

Der Berliner Exsenator Walter Rasch muss 13 000 Euro Schadenersatz an zwei Anleger des MSF Master Star Fund Deutsche Vermögensfonds I (MFS) zahlen. Das geht aus zwei Beschlüssen des Kammergerichts Berlin hervor (Az. 17 U 33/06 und 17 U 31/06), welche die Kanzlei CLLB in München erstritten hat.

Finanztest hatte schon 2004 vor dem Fonds gewarnt, der von Rasch und anderen Prominenten aufgelegt wurde und nun pleite ist. 7 000 Anleger haben rund 43 Millionen Euro investiert.

Da die Anleger aus der Insolvenzmasse nur wenig erwarten können, lohnen sich Schadenersatzklagen gegen Verantwortliche. Das bestätigen Urteile des Landgerichts Leipzig und des Amtsgerichts Neukölln (Az. 05 O 2360/06 und Az. 12 C 394/06, nicht rechtskräftig), die die Kanzlei Göddecke in Siegburg erstritt. Die Gerichte verurteilten die Futura Finanz AG, die den Promifonds vertrieb, zu Schadenersatz wegen Falschberatung gegenüber zwei Anlegern.

Für das Gericht in Neukölln ist Michael Turgut, Chef der Futura Finanz, als Hintermann persönlich für Prospektfehler verantwortlich. Das lege sein Posten im Aufsichtsrat einer Tochterfirma des Fonds nahe. Ein Fehler sei zum Beispiel, dass die Verflechtung des Vertriebs mit der dubiosen Göttinger Gruppe verschwiegen wurde.

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