Deutsche System Lotto Meldung

Das Krefelder Landgericht hat sechs Mitglieder der Deutschen System Lotto GmbH zu Haftstrafen zwischen 27 Monaten und fünf Jahren verurteilt (Az. 22 KLs 35 Js 325/03).

Die Verurteilten haben deutschlandweit mehrere tausend Lottospieler betrogen. Sie versprachen ihnen Sonderkonditionen und wollten sogar Spieler entschädigen, die ­daneben tippen. Wer innerhalb von zwölf Monaten nichts gewonnen hatte, sollte 2 500 Euro erhalten. Das klang verlockend, weil die garantierte Summe von 2 500 Euro höher war als der Einsatz. Jetzt werden die Initiatoren wegen gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs verurteilt.

Finanztest hat bereits im Februar 2003 vor der Firma gewarnt. Sie hat, wie wir vermuteten, keine Lottoscheine abgegeben, sondern das Geld der Spieler in die eigene Tasche gesteckt. „Das Geschäftskonzept war auf ein Jahr angelegt. Anschließend wollten sich die Initiatoren absetzen“, sagt Werner Schwenzer, Pressesprecher des Landgerichts Krefeld. Staatsanwaltschaft und Polizei ­haben 1,6 Millionen Euro sichergestellt.

Tipp: Wollen Sie Ihren Spieleinsatz wiederhaben, müssen Sie Ihre Forderung beim ­Insolvenzverwalter anmelden (Rechtsanwalt Horst Piepenburg, Heinrich-Heine-Allee 20, 40213 Düsseldorf). Die Frist hierfür ist zwar schon vorbei. Nachmeldungen sind aber möglich. Für jetzt nachgemeldete Forderungen gibt es einen Nachprüfungstermin. Die nachträgliche Anmeldung kostet 15 Euro. Mögliche Zahlungen gibt es frühestens in ein bis zwei Jahren.

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