Deutsche Dividenden­aktien Dividende ist nicht alles

Deutsche Dividenden­aktien - Dividende ist nicht alles
Auto­aktien wie Daimler haben hohe Kurs­schwankungen. © picture alliance / dpa

Deutsche Dividenden­aktien sind als Lang­frist­anlage beliebt. Ihre Wert­entwick­lung ist aber oft enttäuschend, wie unsere Grafik zeigt. Zum Glück gibt es Alternativen für Anleger.

Hohe Dividendenrenditen

Eine hohe Dividende ist oft ein entscheidendes Motiv, lang­fristig an Aktien fest­zuhalten. Viele deutsche Stan­dard­werte boten auf 20-Jahres-Sicht ansehnliche durch­schnitt­liche Dividendenrenditen, etwa Daimler 4 Prozent, BASF 3,7 Prozent und Deutsche Telekom 4,6 Prozent pro Jahr.

Nied­rige Kurse

Anleger sollten unbe­dingt auch die Kurs­entwick­lung beachten. Es lohnt sich nicht, eine Aktie allein wegen der Dividende zu halten. Die Aktien von Daimler und Deutscher Telekom machten Anlegern trotz üppiger Dividenden keine Freude und liefen dem breiten Aktienmarkt meist hinterher (siehe Tabelle). Am kontinuierlichsten entwickelte sich die Münchner Rück. Alle anderen Titel haben je nach Zeitraum sehr unterschiedliche Wert­entwick­lungen.

Tipp: Wer auf Einzel­aktien setzt, braucht viele, auch interna­tionale Titel. Das ist aufwendig. Ein thesaurierender ETF auf den Welt­aktien­index bietet neben sehr breiter Streuung eine auto­matische Wieder­anlage der Erträge. Anleger mit Einzel­aktien müssen sich darum selbst kümmern.

Was deutsche Dividenden­aktien gebracht haben

Dividende ist nicht alles. Ein Blick auf die lang­fristige Entwick­lung beliebter deutscher Aktien zeigt, dass ihre Rendite oft hinter denen von Indizes zurück­bleibt.

Wert­entwick­lung aus Kurs­entwick­lung und Dividenden pro Jahr (Prozent)

Zum Vergleich

Allianz

BASF

Daimler

Deutsche Telekom

Münchner Rück

Siemens

MSCI World

Dax

20 Jahre

 3,1

 9,2

 1,8

 -0,2

 4,8

 6,3

 5,2

4,5

15 Jahre

11,0

11,1

 5,6

 6,2

11,7

 6,9

 8,5

7,9

10 Jahre

16,9

 9,5

 8,2

10,9

12,7

 9,8

13,2

8,6

 5 Jahre

16,1

 -1,3

 -0,6

 8,3

11,4

 5,0

11,7

5,3

Stand: 31. Juli 2019

Quelle: Thomson Reuters, eigene Berechnungen.

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