Seit 3. November gelten für die Deutsche Börse verkürzte Handelszeiten. Statt um 20 Uhr ist nun schon um 17.30 Uhr Feierabend. Betroffen ist zwar nur der elektronische Xetra-Handel, aber über ihn laufen mit Abstand die meisten Wertpapierumsätze. Der weniger bedeutende Frankfurter Parketthandel bleibt auch weiterhin bis 20 Uhr geöffnet. Auch an den Regionalbörsen wird nach wie vor bis 20 Uhr gehandelt.

Den früheren Handelsschluss erklärt die Deutsche Börse mit dem „Wunsch vieler Marktteilnehmer nach europaweit einheitlichen Handelszeiten“. Wahrscheinlich spielt aber auch eine Rolle, dass der Abendhandel wegen der geringen Umsätze für die Banken als wenig rentabel galt.

Die neuen Handelszeiten bringen auch neue Aktienindizes hervor. Nach Xetra-Schluss werden nun die „Late“-Indizes berechnet: der L-Dax, der L-TecDax, der L-SDax und der L-MDax.

Tipp: Auch wenn der Abendhandel weiterhin möglich ist, sollten Anleger damit sehr vorsichtig sein. Bei sehr geringen Umsätzen ist vor allem der Handel mit wenig bekannten Aktien riskant. Wenn der Anleger Pech hat, erhält er ungünstige Kurse.

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