Das Urteil kommt die Deutsche Bank teuer zu stehen: Sie muss dem mittel­stän­dischen Unternehmen Ille aus Hessen 540 000 Euro Verlust aus einem so- genannten „CMS Spread Ladder Swap“-Vertrag zahlen. Das hat der Bundes­gerichts­hof entschieden (Az. XI ZR 33/10). Die Bank habe das Unternehmen nicht genau genug über die Höhe und die Wahr­scheinlich­keit von Verlusten aufgeklärt, so die Bundes­richter in Karls­ruhe in ihrer Begründung.

Swap-Verträge sind komplizierte Wetten auf die Zins­entwick­lung. Die Deutsche Bank hat solche Finanzierungs­verträge mit rund 200 Unternehmen und Kommunen abge­schlossen. Branchenkenner schätzen den Schaden für die Bank­kunden auf rund eine Milliarde Euro. Ähnliche Verträge haben auch andere große Banken abge­schlossen. Gut für Steuerzahler: Möglicher­weise müssen die Banken jetzt hunderte von Millionen Euro Schaden­ersatz an Kommunen zahlen.

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