Die Deutsche Bank darf keinen Mindest­betrag von 6,90 Euro fordern, wenn ein Kunde sein Konto über den Dispokredit hinaus über­zieht. Die Pauschale für diese „geduldete Über­ziehung“ stehe außer­halb jedes Verhält­nisses von Leistung und Gegen­leistung, urteilte das Ober­landes­gericht Frank­furt/Main (Az. 1 U 170/13, nicht rechts­kräftig). Außerdem lasse sich die Bank mit der Pauschale die Prüfung der Kreditwürdig­keit der Kunden extra vergüten – eine Leistung, die sie ausschließ­lich in eigenem Interesse erbringt. Das ist nach ständiger Recht­sprechung des Bundes­gerichts­hofes unzu­lässig. Geklagt hatte der Verbraucherzentrale Bundes­verband.

Über­zieht ein Kunde sein Konto über das vereinbarte Dispolimit hinaus, fordert die Deutsche Bank dafür einen Zins­satz von derzeit 15,70 Prozent, mindestens aber 6,90 Euro im Quartal. Der Mindest­betrag trifft Kunden, die ihr Konto nur gering­fügig über­ziehen.

Beispiel: Wer sein Dispolimit fünf Tage lang um 10 Euro über­zieht, müsste ohne die Pauschale nur 2 Cent Über­ziehungs­zinsen zahlen.

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