Bevor die Deutsche Bank ihren Aktionären keine Dividende zahlt, hätte sie ihrem Vorstand wenigs­tens die Vergütung kürzen müssen. Dies geht aus einem Urteil des Land­gerichts Frank­furt am Main hervor (Az. 3-5 O 154/16). Das Gericht bemängelt den Beschluss der Deutsche-Bank-Haupt­versamm­lung, gar keine Dividende auszuschütten. Den Aktionären werde ein Mindest­betrag vorenthalten. Dagegen habe der Vorstand lediglich auf Boni verzichtet. Das Gericht erklärte auch den Beschluss der Haupt­versamm­lung für nichtig, Vorstand und Aufsichts­rat zu entlasten.

Geklagt hatte eine Gruppe kritischer Aktionäre. Welche Folgen das Urteil hat, ist noch offen. „Wir werden die Urteils­begründung prüfen und behalten uns vor, in Berufung zu gehen“, erklärte die Deutsche Bank.

Dieser Artikel ist hilfreich. 6 Nutzer finden das hilfreich.