Tipps

Auf die Verspätungsursachen haben Bahnkunden keinen Einfluss. Die unangenehmen Folgen können sie aber mildern.

Besser ohne Umsteigen: Bei der Reiseauskunft unter www.bahn.de können Sie bei der Wahl des Verkehrsmittels die Option „Direktverbindungen“ anklicken. Im Falle einer Verspätung bleibt Ihnen so zumindest der Ärger über verpasste Anschlusszüge erspart.

Mehr Zeit: Die DB-Reiseauskunft bietet die Möglichkeit, von vornherein nur Verbindungen mit extra langer Umsteigezeit zu suchen (zum Beispiel „mindestens 15 Minuten“). Interessant ist dies nicht nur für Gehbehinderte, sondern für alle, die einen wichtigen Anschlusszug unbedingt erreichen müssen. Zum Beispiel den Nachtzug mit den reservierten Betten.

Verpatzter Anschluss: Ist der Anschlusszug ohne Sie abgefahren, melden Sie sich beim Bahnhofspersonal. Die Mitarbeiter am „Servicepoint“ informieren nicht nur, sondern können zum Beispiel auch die zuschlagfreie Fahrt in einem folgenden ICE ermöglichen.

Reservierung futsch: Wenn der Zug mit Ihren reservierten Plätzen weg ist und Sie im Ersatzzug stehen müssen, bitten Sie den Zugbegleiter um Rat. In seinem Ermessen liegt es, in solchen Fällen den kostenlosen Übergang in die erste Klasse zu gestatten. Vor allem an Wochenenden gibt es dort oft noch freie Plätze.

Zugbindung: Obwohl Spartickets für ganz bestimmte, gebuchte Züge gelten, ist die Bahn bei Zugverspätungen hilfsbereit. Erkundigen Sie sich am „Servicepoint“. Ist keiner da oder fehlt dafür die Zeit, können Sie Ihr Ticket dem Zugbegleiter eines infrage kommenden Ersatzzuges zeigen. Die Chance ist groß, dass er Sie mitnimmt.

Gestrandet: Wenn spätabends der letzte Anschlusszug ohne Sie abgefahren ist, können „Servicepoint“ oder „3-S-Zentrale“ helfen. Meist übernimmt die Bahn Taxi- oder Übernachtungskosten.

Gutschein: Mehr als eine Stunde verspätet ans Ziel gelangt? Dann ist die Chance groß, dass die DB mit einem Reisegutschein tröstet. Falls es im Zug, am „Servicepoint“ oder im Reisezentrum keine Gutscheinkarte gab, rufen Sie an: 0180 5/19 41 95 oder 0 180 5/34 00 35 (für Bahncard-Kunden). Oder schreiben Sie an DB-Fernverkehr Kundendialog, Postfach 10 06 13, 96058 Bamberg. Bei einigen Ärgernissen können auch die Regionalen Ansprechpartner Nahverkehr helfen.

Beschweren: Resignieren Sie nicht, wenn Sie sich ungerecht behandelt fühlen. Anlaufstellen sind die Schlichtungsstelle Mobilität beim Verkehrsclub Deutschland (Tel. 0 30/4 69 97 00), die Schlichtungsstelle Nahverkehr bei der VZ NRW oder – notfalls – die Verkehrsministerien.

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