Deutsche Bahn Meldung

Ist der Bahnreisende mehr als 60 Minuten später als geplant am Ziel, hat er das Recht auf eine Entschädigung.

Ab Oktober haben Reisende in allen Fernverkehrszügen bei Verspätungen ein Recht auf Entschädigung, nicht nur im ICE. Sie bekommen einen Reisegutschein, wenn sie ihr Ziel mit mehr als 60 Minuten Verspätung erreichen. Die Erstattung beträgt 20 Prozent des Fahrkartenwerts, mindestens aber 5 Euro. Das gilt auch, wenn ein Zug ausfällt.

Der Gutschein ist dann ein Jahr gültig. Wer eine Bahncard 100 oder eine Streckenzeitkarte besitzt, bekommt eine pauschale Entschädigung von 5 Euro in der 2. Klasse und 7,50 Euro in der 1. Klasse.

Verzögert sich die Fahrt so sehr, dass der Reisende seine Fahrt nicht wie geplant bis Mitternacht fortsetzen kann, entschädigt ihn die Bahn dafür mit höchstens 80 Euro. Sie übernimmt bis zu diesem Betrag die Kosten für eine Übernachtung und für die Benachrichtigung von Angehörigen. Wenn es preisgünstiger und dem Reisenden zuzumuten ist, dann bezahlt die Bahn die Weiterfahrt mit anderen Verkehrsmitteln, zum Beispiel dem Taxi.

Bis Ende September gilt die alte Kulanzregelung. Nur bei Verspätungen eines ICE ab 30 Minuten erhalten Reisende einen Gutschein über 10 Euro, ab 90 Minuten über 25 Euro. Die Gutscheine sind sechs Monate gültig. Die Reisenden bekommen sie in der Regel vom Zugbegleiter.

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