Deutsche Bahn Meldung

Am 9. Dezember stellt die Deutsche Bahn ihren Fahr­plan um. Für Bahn­kunden bedeutet das: Bahnreisen wird teurer, durch­schnitt­lich um 0,9 Prozent. Aber: Wer jetzt schon sein Ticket bucht, fährt auch nach dem 9. Dezember zu den bisherigen Konditionen. Erfreulich: Die Bahn baut ihr Fern­verkehrs-Angebot aus. Hier lesen Sie die Details.

Erhöhte Preise für Flex-Tickets

Mit dem neuen Winter­fahrplan erhöht die Deutsche Bahn vor allem die Preise für die normalen Fahr­karten, die sogenannten Flex­preis-Tickets. Mit ihnen fährt man ohne Zugbindung und erhält ein integriertes City-Ticket für das Reiseziel. Solche Tickets werden jetzt im Schnitt um 1,9 Prozent teurer, so die Bahn in einer Pressemitteilung. Das Unternehmen will die Preise aber auch weiterhin tages­abhängig senken und anheben, um die Auslastung in den Zügen besser steuern zu können. Die Preise für Spar­preis-Tickets und die im August einge­führten Super-Spar­preis-Tickets bleiben nach Angaben der Deutschen Bahn konstant. Auch die Kosten für Sitz­platz­reser­vierungen ändern sich nicht. Teurer werden aber die Bahncard 100 sowie Stre­cken­zeitkarten.

Bis zum 8. Dezember 2018 zu alten Konditionen buchen

Die Bahn verkauft Fahr­karten für die Zeit nach dem Fahr­plan­wechsel (nach dem 9. Dezember) ab dem 16. Oktober. Die neuen Preise gelten erst ab Beginn des Winter­fahrplans. Reisende, die jetzt schon wissen, dass sie nach diesem Stichtag Bahnti­ckets benötigen, können bis zum 8. Dezember zu den bisherigen Konditionen Fahr­karten buchen. Das kann sich vor allem bei der Buchung eines Flex­preis-Tickets lohnen. Auch die Spar­preis-Tickets für den Zeitraum ab dem Fahr­plan­wechsel sind ab dem 16. Oktober erhältlich. Diese sind, genau wie die Flexti­ckets, bis zu sechs Monate im Voraus buch­bar.

Tipp: Je früher Sie buchen, desto größer ist die Auswahl an güns­tigen Zügen ab 19,90 Euro. Wie Sie an besonders güns­tige Zug-Tickets kommen, verraten die Bahn-Experten der Stiftung Warentest im Special Zum Schnäppchenpreis im ICE.

Für Vielfahrer wird Bahnfahren etwa drei Prozent teurer

Die Preis­änderungen von Dezember 2018 betreffen vor allem Vielfahrer, denn die Preise für die Bahncard 100 erhöhen sich um durch­schnitt­lich 2,9 Prozent. Auch hier lohnt es sich, früh dran zu sein: Die Bahncard kann man bis zu sechs Monate vor der Inan­spruch­nahme kaufen – also bis zum 8. Dezember auch noch zu den bisherigen güns­tigeren Konditionen. Bahncard 25- und Bahncard 50-Kunden müssen sich keine Sorgen machen. Bei diesen Angeboten hält die Bahn an den bisherigen Preisen fest. Durch­schnitt­lich 2,9 Prozent teurer werden allerdings auch die Stre­cken­zeitkarten. Diese sind nur in einem bestimmten Zeitraum und auf einer bestimmten Strecke gültig.

Tipp: Im großen Bahn-Check geben die Verkehrs­experten der Stiftung Warentest Tipps, wie Sie bis zu 87 Prozent sparen und auf welchen Stre­cken die Züge besonders schnell fahren. Hier lesen Sie, wie pünkt­lich die Züge tatsäch­lich sind und wie Sie verschiedene Apps nutzen können, um sich über Störungen im Zugverkehr zu informieren.

Mehr ICE-Sprinter zwischen Berlin und München

Die Bahn wird nicht nur teurer. Sie kommt nun auch öfter. Auf der Strecke Berlin-München verkehren künftig täglich fünf Sprinterzüge anstatt wie bisher drei. Diese ICEs schaffen die Strecke in unter vier Stunden. Zudem kommen auf der stündlich getakteten Route Berlin-München nun erst­mals auch die neuen ICE 4-Züge zum Einsatz. Diese verfügen mit 830 Sitz­plätzen über höhere Kapazitäten und ermöglichen als erster ICE-Typ auch eine Fahr­rad-Mitnahme.

Höhere Taktung auch bei anderen Haupt­stre­cken

Zusätzlich fahren zwischen Düssel­dorf und Stutt­gart täglich drei weitere Direkt­verbindungen. Ab dem 9. Dezember sind dann 14 – anstatt wie bisher elf Züge – zwischen Nord­rhein-West­falen und Baden-Württem­berg unterwegs. Die Bahn verbindet künftig auch einmal täglich Saarbrücken und Berlin miteinander. Außerdem fahren auf der Strecke Hamburg-Köln neben den IC-Zügen ab Ende des Jahres vier zusätzliche ICEs auf den Schienen. Dazu nimmt die Bahn Gera in das Intercity-Netz auf. Dreimal täglich fahren Intercity-Züge dann von dort über Jena bis nach Kassel.

Neue Verbindungen sind Berlin-Wien und Berlin-Polen

Mit dem Fahr­plan­wechsel will die Bahn auch den Anschluss in Nach­barländer verbessern. Eine Schnell­fahrts­trecke verbindet Berlin und Wien täglich in weniger als acht Stunden miteinander. Mit einer neuen Eurocity-Verbindung zwischen Berlin, Breslau und Krakau erweitert die Deutsche Bahn außerdem ihr Angebot nach Polen.

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