Deutsche Bahn Meldung

Mehr Komfort: Der neue Schlaf­wagen im DB-Nachtzug.

Das Preissystem der Deutschen Bahn ist gegenüber Billigfliegern oft wenig konkurrenzfähig.

Trotz der Nachbesserungen am Tarifsystem der Deutschen Bahn sind die Preise im Fernverkehr auf vielen Strecken wenig wettbewerbsfähig. „Seit letztem Jahr tuts tatsächlich weh“, warnt Winfried Czilwa (Geschäftsführer der DB-Tochter für den Nachtreiseverkehr) vor dem Konkurrenzdruck der Billigflieger. In einigen Nachtzügen seien die Fahrgastzahlen zeitweise um „bis zu 40 Prozent“ eingebrochen. Trotzdem meint Czilwa: „Die Nachtreise hat Zukunft.“ So gibt es neue Reiseziele (zum Beispiel in Italien), mehr umsteige­freie Direktverbindungen, komfortablere Schlafwagen und oft die Gelegenheit zur Fahrradmitnahme. Für mehr Nachfrage haben mittlerweile die neuen, kundenfreundlichen Sparnight-Pauschalpreise gesorgt: Ab 29 Euro im Sitz- oder 39 Euro im Liegewagen. Bahnchef Mehdorn hatte die Konkurrenz lange Zeit heruntergespielt (Zitat: „Bis 500 Kilometer ist die Bahn besser, und ab 500 Kilome­tern fliegt man besser“). Mittlerweile schimpft auch er über steuerliche Bevorzugung des Flugverkehrs. Im Unterschied zur Nachtzug-Tochter hat sich der Mutterkonzern aber kaum gegenüber der Konkurrenz gewappnet: Kundenfreundliche Preisobergrenzen (wie bei Sparnight) gibts bislang nur im Internet für wenige Strecken. Weite Auslandsreisen sind oft viel teurer als bei Billigfliegern.

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