Depotmischung: Deutschland allein reicht nicht aus

Bei Aktienanlagen ist Risikostreuung das A und O. Selbst ein breit aufgestellter Aktienfonds Deutschland reicht dafür nicht aus. Anleger tun gut daran, zusätzlich Aktienfonds auf andere Regionen oder einen global an­legenden Aktienfonds dazuzumischen.

Der Deutschland-Anteil des Depots sollte möglichst ein Drittel nicht übersteigen. Bequeme Anleger füllen die anderen zwei Drittel mit Indexfonds, zum Beispiel auf den Weltaktienindex MSCI Welt. Die gibt es von ishares (DE 000 A0H GZR 1), db-xtrackers (LU 027 420 869 2), Comstage (LU 039 249 456 2), Lyxor (FR 001 031 577 0) und den SSgA World Index Equity P (FR 000 001 827 7).

Etwas raffinierter wäre ein Depot, das zu einem Drittel auf den deutschen Aktienmarkt setzt und den Rest auf Indexfonds mit regionaler Ausrichtung verteilt. Dafür kommen zum Beispiel die USA (MSCI USA oder S&P 500), Europa (MSCI Europa oder DJ Stoxx 600) und der Pazifikraum (MSCI Pazifik) in Betracht. Auch eine Fondsmischung aus etablierten Börsen­nationen wie Japan, Großbritannien und der Schweiz dient der gewünschten Risikoverteilung.

Anstelle von Indexfonds kommen natürlich auch gemanagte Fonds für die entsprechenden Märkte infrage. Eine Auswahl finden Anleger in unserem regelmäßigen Fondstest.

Von der Größe des Depots hängt es ab, ob der Anleger auch bei Deutschland auf Aktienfonds setzt oder die ­Aktien lieber selbst zusammenstellt. Für eine halbwegs sinnvolle Mischung sollten es fünf bis zehn Aktien sein.

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