Der historische Test (05/1973) Meldung

Als alle noch mit Super-8-Kameras hantierten, waren „Film­betrachter“ auch für ein breiteres Publikum interes­sant. Heute kennen nur noch Film­spezialisten die kleinen Tischgeräte, mit deren Hilfe sich Schmalfilme auch bei Tages­licht anschauen lassen. Gekurbelt wird von Hand – was die Prüfer der Stiftung Warentest vor vierzig Jahren aber gar nicht so sehr störte wie die eklatanten Sicher­heits­mängel der getesteten Abspielgeräte: Von 21 Film­betrachtern waren nur fünf „zufrieden­stellend“ - wie die Testnote damals noch hieß.

Nur ein Gerät verfügt über einen Sicher­heits­trans­formator

Hier der Original­einstieg in die Geschichte des Tests aus dem Heft 05/1973: „Positive Ergeb­nisse in tech­nischer Prüfung und Hand­habung können nicht darüber hinweg­täuschen: Alle 21 untersuchten Film­betrachter haben mehr oder minder schwere Mängel in der elektrischen Sicherheit und verstoßen damit eindeutig gegen das Maschinen­schutz­gesetz. Die test-Qualitäts­urteile mussten entsprechend schlecht ausfallen: Fünf­mal »vom Kauf abzu­raten«, zehnmal »nicht zufrieden­stellend«, einmal »weniger zufrieden­stellend« und nur fünf­mal »zufrieden­stellend«. Wir meinen: Dieser weit­gehend von Importen beherrschte Markt sollte schleunigst von den zuständigen Gewer­beaufsichts­ämtern durch­leuchtet werden. Es ist unzu­mutbar, dass dem Schmalfilm­amateur als Gegen­wert für 80 oder sogar 200 Mark in der Mehr­zahl so eklatant unsichere Geräte angeboten werden. Nur die fünf zufrieden­stellend beur­teilten Modelle verbleiben dem Käufer letzt­lich zur Auswahl: Bauer F 1 Super (ca. 110 DM), Royal Tele (ca. 84 DM), Neckermann Magnon Best.-Nr. 845/361 (115 DM), Cull­mann Multi 8 (ca. 130 DM) und Hanimex Dual Editor E 300 (ca. 140 DM).“

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