Der Fall Meldung

Bernd Aufdembrinke wehrte sich, als die Volksbank Krefeld sich nicht an seinen Riester-Vertrag hielt. Jetzt zahlte die Bank zwei Monatsrenten nach.

Bernd Aufdembrinke hat sich auf seine beiden Renten gefreut – auf die gesetzliche und die Riester-Rente. Beide sollten, so sein Plan, im Januar 2012 beginnen. Doch die Riester-Rente kam nicht, obwohl der Sparer alle Vertragsbedingungen erfüllte.

Aufdembrinke hatte 2002 bei der Volksbank Krefeld einen Riester-Banksparplan abgeschlossen. In den Bedingungen ist festgelegt, dass der Kunde den gewünschten Rentenbeginn drei Monate vorher der Bank mitteilen muss. Aufdembrinke tat das viel früher: im Mai 2011. Auch die Bedingung, dass die Riester-Rente frühestens mit 60 Jahren beginnen kann, erfüllte der 65-Jährige locker.

Dennoch stellte sich die Volksbank quer. Die Bank verlangte, dass Aufdembrinke erst seinen Bescheid über die gesetzliche Rente vorlegt. Erst dann beginne die Frist von drei Monaten. Dabei steht das weder in den Vertragsbedingungen der Bank noch im Gesetz. Festgelegt ist nur, dass die Rente nicht vor dem 60. Lebensjahr (bei Verträgen ab 2012 nicht vor dem 62. Lebensjahr) beginnen darf. Die Riester-Rente muss auch nicht zeitgleich mit der gesetzlichen Rente beginnen. Der Rentenbeginn kann früher oder später sein.

Doch die Volksbank verlangte unverdrossen den Bescheid der gesetzlichen Rentenversicherung. Den hatte Aufdembrinke drei Monate vor seinem gewünschten Auszahlungsbeginn der Riester-Rente aber noch gar nicht. Er kam erst im November. Somit wollte die Volksbank die erste Riester-Rente erst drei Monate danach, im März, auszahlen. Erst als Finanztest nachfragte, überwies die Bank auch noch die Rente für Januar und Februar.

Tipp: Bestehen Sie bei der Auszahlung der Riester-Rente darauf, dass sich der Anbieter an die Vertragsbedingungen und an das Gesetz hält.

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