Der Fall Unsicherer Schnellkredit mit hohen Vorausgebühren

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Die Braunschweiger Firma Rita Feddeler-­Finanz verspricht in Zeitungsanzeigen Schnell­kredite per Telefon. Michael Draheim rief dort an. Er wollte einen Kredit in Höhe von 6 000 Euro. Die Antwort am Telefon habe ihm ­Hoffnung gemacht, erinnert er sich. Das Geld stehe praktisch schon bereit, wurde ihm erklärt. Man werde „die Dokumente“ schicken und dann könne das Geld kurzfristig ausgezahlt werden.

Doch diese Dokumente kosteten Draheim stolze 398 Euro, die der Postbote sofort einzog. Die erhoffte Kreditzusage entpuppte sich zudem als bloßes Auftragsformular zu einer Kreditvermittlung. Die 398 Euro, so heißt es im Formular, seien unabhängig vom Vermittlungserfolg fällig.

Auf Anfrage von Finanztest erklärte Feddeler-Finanz, man wisse gar nicht, wieso das so im Formular stehe. Das Geld werde selbstverständlich zurückgezahlt, sollte der Kunde keinen Kredit bekommen. Wie Draheim berichtet, sah er sein Geld aber erst wieder, nachdem ein hilfreicher Freund „Druck gemacht“ und mit einer Information an Finanztest gedroht hatte.

Auf sein zweiwöchiges Widerrufsrecht bei Fernabsatzverträgen, zu denen auch solche Telefongeschäfte gehören, war der Kreditsuchende vom Vermittler gar nicht erst hingewiesen worden. Feddeler-Finanz verspricht nun, in Zukunft darauf zu achten.

Die Firma versichert außerdem, dass den Kunden weder in der Werbung noch am Telefon verbindliche Kreditzusagen gemacht würden. Es sei deutlich zu sehen, dass es sich bei ihrer Tätigkeit um eine Vermittlung handle.

Tipp: Wer bei einer Kreditvermittlung per Telefon oder Brief nicht über seine zweiwöchige Widerrufsfrist aufgeklärt wurde, hat, nachdem er den Auftrag erteilt hat, noch sechs Monate Zeit, diesen rückgängig zu machen.

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