Der Fall Meldung

Anja Knott bezahlte eine Telefonrechnung zweimal, um wieder telefonieren zu können. Das war für die Berliner ­Telekom ein bisschen zu viel.

Anja Knott war mit ihrer Telefonrechnung in Verzug und erhielt eine Mahnung der Deutschen Telekom. Als sie bezahlte, fasste sie die Beträge der angemahnten und der neuen Rechnungen zusammen und addierte noch eine Internetrechnung dazu. Aus Versehen trug sie jedoch in das Feld „Überweisungszweck“ nur eine Nummer für alle Beträge ein.

Die Telekom reagierte harsch: Sie sperrte den Anschluss von Anja Knott. Die Kundin, die beruflich auf Telefon und Internet angewiesen ist, überwies die geforderte Summe plus Mahngebühren ein zweites Mal. Die Telekom schaltete die Leitung wieder frei.

Doch kurz darauf wurde Anja Knott ein zweites Mal vom Netz abgehängt, vermutlich weil die Techniker annahmen, die Nummer der vermeintlich Säumigen könne weitervergeben werden. Ein paar Tage später durfte sie wieder telefonieren.

Nun wollte sie das zu viel gezahlte Geld zurück. Aber die Berliner Niederlassung beantwortete ein halbes Jahr lang weder schriftliche noch telefonische Anfragen nach dem Verbleib des Geldes.

Im Dezember schaltete sich Finanztest ein. Nach ein paar Wochen reagierte die Berliner Filiale: Ende Januar erhielt Anja Knott ein Schreiben, dass der Vorgang in Arbeit sei.

Tipp: Verwenden Sie für jede Rechnung einen eigenen Überweisungsträger und achten Sie auf die richtige Buchungsnummer. Das erleichtert Reklamationen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 464 Nutzer finden das hilfreich.