Geplatzte Lastschriften können für Kontoinhaber negative Folgen haben, wenn ihr Konto nicht ­gedeckt ist. Das erlebte Klaus Bellmann*, Kunde der Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg: Er wurde vom Lastschriftverfahren ausgeschlossen.

Das ist zwar erlaubt, aber wenig kundenfreundlich. Das Geldinstitut kann sich die Gebühren für die geplatzte Lastschrift von der Bank zurück­holen, die die Lastschrift eingereicht hat. Die Begründung der Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg für ihr Vorgehen, die Erstattung der Gebühren belaste die übrigen Kunden und das solle künftig vermieden werden, ist daher nicht stichhaltig.

Außerdem ist das Verfahren für die Kunden ­undurchsichtig, da in der Branche nicht einheitlich geregelt ist, wie oft man eine Lastschrift ­platzen lassen darf. Auch die Sparkasse machte hierzu keine genaue Angabe. Bellmann berichtet von zwei solchen Fehltritten. Tatsächlich ­liegen die Voraussetzungen des Ausschlusses im Ermessen der einzelnen Kreditinstitute, erklärt Stefan Marotzke, Sprecher des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes. Wer also weiterhin das Lastschriftverfahren nutzen möchte, sollte am besten gar keine Abbuchung platzen lassen.

*Name von der Redaktion geändert.

Dieser Artikel ist hilfreich. 200 Nutzer finden das hilfreich.