Der Fall Meldung

Supermotorrad zum Dumpingpreis? Fast wäre Norbert Baur Opfer eines
Betrügers ge­worden.

KTM 690 Duke heißt das Traummotorrad von Norbert Baur aus Köln. Gut  8 000 Euro kostet der schnelle Einzylinder meist als junger Gebrauchter. Überglücklich war Norbert Baur deshalb, als er eine kaum gefahrene Duke beim Onlinemarktplatz motoscout­24.de für 4 100 Euro fand.

Baur mailte dem Anbieter und bekam prompt Antwort. Das Motorrad stehe bei einem Transporteur und könne ­geliefert werden, schrieb ein Thomas Rosetti aus Italien. Vollständig bezahlen müsse Baur erst später. Nötig sei nur eine Anzahlung von rund 2 000 Euro – über einen Online-Treuhanddienst der britischen Post.

So hätten beide Seiten Sicherheit. Den Link zum Treuhanddienst schickte Rosetti per Mail. „Phantastisch“, dachte Norbert Baur. „Britische Post“, das klang seriös. Auch die Webseite, die sich nach dem Klick auf den Link öffnete, sah amtlich aus. Trotzdem fragte er bei Finanztest nach, ob das Angebot seriös sein könne.

Schnell zeigte sich, dass der „Treuhanddienst“ gar nicht zur britischen Post gehörte, die Internetseite war nur professionell nachgebaut. Tatsächlich führte sie zum Überweisungsdienst Western Union. Der aber bietet keine Treuhandsicherheit.

Wird mit diesem Dienst Geld verschickt, können es Betrüger mit gefälschtem Ausweis im Ausland entgegennehmen und leicht ihre Identität vertuschen. Hätte Baur überwiesen, wäre sein Geld weg gewesen. Die ­Duke aber hätte er nie bekommen.

Tipp: Über aktuelle Betrugsmaschen informiert www.sicherer-autokauf.de.

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