Onlinebanking ist bequem – findet auch Klaus Randow*. Doch als der Thüringer Amtsrichter eine Rechnung bezahlen wollte, lernte er die Gefahren der Technik kennen. Zunächst klappte alles wie immer, dann öffnete sich ein Bildschirmfenster. „Vorgang abgebrochen, neue Transaktionsnummer (TAN) eingeben“. Das tat Randow und kontrollierte tags darauf sein Konto. Das Geld für die Rechnung war weg – und fast 9 000 Euro mehr.

Wie sich später zeigte, war Randows Rechner mit schädlicher Software infiziert, sodass Betrüger die Kontozugangsdaten und eine unverbrauchte TAN ausspähen konnten. Damit veranlassten sie die Überweisung an eine Kölnerin, die das Geld an Unbekannte in Moskau weiterleitete.

Randow hatte sofort Anzeige erstattet und sich bei der Deutschen Bank gemeldet. Die übernahm den Schaden – aber nur aus Kulanz, weil er andere Kunden vor Schaden bewahrt hatte.

Tipp: Verlassen Sie sich nicht auf die Kulanz Ihrer Bank. Wenn Sie immer noch ein Onlinebanking-System nutzen, bei dem Sie frei eine TAN aus einer Liste wählen, sollten Sie wechseln. Die meisten Banken bieten mehrere Verfahren an. Welche sicher sind, lesen Sie im Test Onlinebanking.

* Name von der Redaktion geändert.

Dieser Artikel ist hilfreich. 806 Nutzer finden das hilfreich.