Der Fall Meldung

Jens-Christian Rödding ärgert sich, dass O2 ihm einfach seinen günstigen Handytarif kündigte.

Ein Anruf genügte dem Mobilfunkanbieter O2, um seinem Kunden Jens-Christian Rödding die günstige Handypauschale zu kündigen. Der Anrufer meldete sich im Namen der Geschäftsführung und unterdrückte seine Rufnummer. Er sagte, Rödding habe seine Flatrate missbraucht, indem er zu viel telefonierte.

Rödding fragte bei der O2-Geschäftsführung nach, worin sein Missbrauch bestand. In den Vertragsbedingungen seines Tarifs O2o mit Kostenstopp bei 40 Euro im Monat fand er keine Minutengrenze. Eine Antwort bekam er nicht.

Juristisch angreifbar ist O2 nicht, denn die Firma hielt die gesetzliche Kündigungsfrist von drei Monaten ein.

Beim neuen Anbieter, der Telekom, zahlt Rödding jetzt ohne neues Handy mehr als das Doppelte: 89,95 Euro pro Monat im Tarif Complete Mobil XL.

Tipp: Fragen Sie bei Vertragsschluss nach, ob es sich um eine wirkliche Flatrate handelt. Auch andere Anbieter verkaufen Pauschalen, die keine sind. Die Firmen begrenzen die Gesprächsminuten im Kleingedruckten. Die mobile Datennutzung beschränken sie durch reduzierte Geschwindigkeit ab einem bestimmten Datenvolumen. Eine Kündigung müssen Kunden, die langsam weitersurfen, aber nicht fürchten.

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