Kerstin Patzer weiß nicht, wie die Diebe an ihre Kreditkarte gekommen sind. Vermutlich haben sie ihr das Portmonee einfach aus der Tasche gezogen. Bis die junge Frau den Verlust der Karte bemerkt, vergehen einige Tage. Als sie online die Abbuchungen kontrolliert, stellt sie fest, dass ihre Kreditkarte mit mehr als 2 000 Euro belastet ist. Sofort lässt sie die Karte sperren und gibt bei der Polizei eine Anzeige auf. Aber das reicht ihr nicht. Sie ermittelt auf eigene Faust.

Die Kreditkarten­abrechnung zeigt ihr die Läden, in denen die Diebe einge­kauft haben. Die klappert sie ab und befragt die Verkäufer. Mit Erfolg.

Einer erinnert sich und kennt die Verdächtigen flüchtig aus einem sozialen Netz­werk im Internet. Mithilfe der Täter­beschreibung und eines Über­wachungs­videos spürt Patzer die Tatverdächtigen tatsäch­lich im Internet auf. So gelangt sie an Namen und Adresse der Diebe. Mit ihren Ergeb­nissen geht sie zur Polizei. Kurze Zeit später werden die Diebe in der eigenen Wohnung gefasst.

Tipp: Wenn Ihnen Verbrecherjagen nicht liegt, sollten Sie wach­sam mit ­Ihrer Kreditkarte umgehen. Prüfen Sie regel­mäßig, ob Ihre Karte noch am ­üblichen Platz ist. Kontrollieren Sie sorgfältig die Monats­abrechnung.

Stellen Sie einen Schaden fest, informieren Sie den Karten­heraus­geber und lassen Sie die Karte sperren, entweder über die Hotline Ihrer Bank oder über die zentrale Sperr­nummer 116 116. Um Ihr Geld zurück­zubekommen, müssen Sie so schnell wie möglich der Falsch­abbuchung wider­sprechen. Wenn Ihnen keine Fahr­lässig­keit im Umgang mit Ihrer Karte nach­zuweisen ist, müssen Sie je nach Haftungs­grenze Ihrer Kreditkarte höchs­tens für 50 bis 150 Euro vom Schaden haften.

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