Der Fall Kreditkarten-Ärger: Diebstahl aus verschlossenem Hotelzimmer

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Als Edda Feß und ihr Mann im Hotel auf Kreta ankamen, musste alles ganz schnell gehen. Sie wurden gedrängt, gleich zu Abend zu essen. Beide brachten das Gepäck in ihr Zimmer, schlossen ab und waren nach einer halben Stunde wieder zurück. Von da an war der kleine Reiserucksack mit Portmonee, Brieftasche und wichtigen Medikamenten immer unter Aufsicht. Am übernächsten Tag bemerkte Frau Feß, dass aus dem Rucksack ihre Kreditkarte gestohlen worden war. Der Dieb musste die kurze Zeit, in der das Ehepaar im Speiseraum war, genutzt haben. Wertvollen Schmuck, der in einer unverschlossenen Schublade lag, hatte er nicht beachtet.

Sechsmal konnte der Dieb mit der Karte bezahlen, bevor sie gesperrt wurde. 1 600 Euro gingen vom Konto ab.

Die Karstadt Quelle Bank will den Schaden nicht tragen: „Die unbeaufsichtigte Aufbewahrung der Kreditkarte in einem Hotelzimmer stellt eine Sorgfaltspflichtverletzung dar. Das Hotelzimmer ist leicht zu betreten und ein Fach im Rucksack stellt kein sicheres verschlossenes Behältnis dar.“

Das Ehepaar sieht das nicht ein und wehrt sich nun mit einem Anwalt gegen den Vorwurf, grob fahrlässig gehandelt zu haben. Er meint, dass Frau Feß sorgfältig gehandelt hat. Die Kreditkarte lag nicht herum, Rucksack und Zimmer waren verschlossen. Man könne nicht erwarten, dass ein Hotelgast seine Kreditkarte mit zum Essen nimmt, wenn dort nicht täglich abgerechnet wird. Verhandelt wird im September.

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