Der Fall Meldung

Sparkassenkunde Korn bekam sein Geld erst mit Anwaltshilfe zurück.

Geldautomaten gibt es nicht nur zum Geldabheben, sondern auch zum Einzahlen. Doch manchmal geht dabei ­etwas schief. Der Leipziger Sparkassenkunde Gisbert Korn hatte 222 Euro gespart und wollte das Geld im März auf sein Konto einzahlen. Dafür nutzte er die Einzahlfunktion des Automaten. „Leider passierte das, was sicher auch viele andere Menschen fürchten. Der Automat schluckte das Geld, schrieb aber nichts gut.“

Korn reklamierte – ohne Erfolg. Der Automat habe keine Einzahlung protokolliert, auch das Nachzählen hätte keinen Überschuss ergeben. Erst als Korn ­seinen Anwalt Friedrich Vosberg einschaltete, schrieb die Sparkasse das Geld gut – „aus Kulanz“.

Der Anwalt hatte die Sparkasse aufgefordert, die Bänder der Videoüberwachung auszuwerten. Er hielt ihr auch entgegen, dass der Kunde durchaus eine Einzahlung gemacht haben könnte, selbst wenn kein Überschuss festgestellt wurde. Schließlich sei es denkbar, dass das Geld einem fremden Konto gutgeschrieben sei. Die Sparkasse erklärte, den Fall noch nicht abschließend geprüft zu haben.

Tipp: Auch wenn nach Angaben des Sparkassen- und Giroverbandes Automateneinzahlungen selten Probleme bereiten, sollten Sie bei größeren Summen einen Zeugen dabeihaben.

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