5,25 Prozent Zinsen für eine Direktanleihe mit einer Laufzeit von einem Jahr bot die GfKS Gesellschaft für Kapitalsicherheit und Beteiligung mbH. Dieser Superzins lockte Rainer Zurbel (Name geändert) an. Die Firma versprach eine „100%ige Werthaltungsgarantie“ und garantierte auch die Zinsen. Zurbel investierte 2 000 Euro.

Mitte Juni 2005 sollte er sein Geld erhalten. Doch es kam nicht. Telefon und Fax der Firma waren abgestellt, die Internetseite verschwunden. Stutzig machte ihn nun, dass er damals keine Zeichnungsurkunde erhalten hatte. So ein Dokument ist üblich, wenn ein Anleger eine Anleihe direkt beim Unternehmen kauft.

Die Firma hat ihren Sitz in Düsseldorf. Nach Auskunft des dortigen Amtsgerichts ist sie insolvent. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts auf Betrug gegen den Geschäftsführer.

Ob Zurbel sein Geld wiedersieht, ist unsicher. Die Herausgeber von Direktanleihen werben zwar gern mit sicheren Zinsen. Bei Insolvenz erhalten vor den Anleiheninvestoren aber erst einmal andere Gläubiger ihr Geld.

Wir setzen die GfKS Gesellschaft für Kapitalschutz und Beteiligungen auf die Warnliste Grauer Kapitalmarkt.

Dieser Artikel ist hilfreich. 185 Nutzer finden das hilfreich.