Der Fall Meldung

Tobias Ruska wollte italienisch heiraten. Für den Traum vom „Si“ musste er einer italienischen Kirchengemeinde 200 Euro überweisen. Doch in das Feld „Empfänger“ schrieb er aus Versehen einen falschen Namen.

Die Banca Nazionale del Lavoro schickte daraufhin sein Geld zurück – allerdings abzüglich 50 Euro Gebühren. Das Geld ging zunächst zur West LB, die sich ebenfalls Rücküberwei­sungsgebühren genehmigte. Um weitere 18 Euro vermindert schickte sie das Geld an Ruskas Nürnberger Sparkasse. Diese hätte laut Kleingedrucktem nun eigentlich auch noch einmal 21 Euro einstreichen können, verzichtete aber – wohl aus Mitleid.

Über die horrenden Gebühren soll nun der italienische Om­­budsmann für Banken befinden, was Tobias Ruska bei allem Ärger gelassen abwartet. Denn die Hochzeit fand trotz der geplatzten Überweisung statt - und die Braut hat „Si“ gesagt!

Tipp: Seien Sie bei Auslandsüberweisungen penibel. Manche Banken ziehen noch viel höhere Gebühren ab. Lassen Sie sich Kontodaten von ausländischen Geschäftspartnern schriftlich geben. Sie müssen dann für Fehler geradestehen.

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