Versprochen ist versprochen und wird auch nicht gebrochen. Mit dieser Kinderweisheit hat sich Günther Baumhauer gegen die SEB Bank durchgesetzt. Die Bank muss ihm 908,63 Euro nachzahlen.

Im Februar 2000 hatte Baumhauer Anteile des Garantiefonds „BfG Garant Worldnet“ für je 52,50 US-Dollar gekauft. 2,50 US-Dollar davon waren der Ausgabeaufschlag, die Gebühr beim Fondskauf.

Die SEB Bank hatte Baumhauer den Fonds mit dem Hinweis auf 95 Prozent Kapitalgarantie schmackhaft gemacht. Schön, dachte sich Baumhauer. Läuft der Fonds schlecht, sind von 52,50 US-Dollar wenigstens rund 50 US-Dollar sicher. Tatsächlich stand im Fondsprospekt aber, dass sich die Garantie nur auf den Anteilswert (50 US-Dollar), und nicht auch auf den Ausgabeaufschlag, bezieht. So wären nur 47,50 US-Dollar sicher.

Zum Stichtag 23. November 2004 lag der Wert eines Fondsanteils unter 47,50 US-Dollar, der Garantiefall trat ein. Und Baumhauer be­kam von der SEB 47,50 US-Dollar pro Anteil.

Er wandte sich verärgert an Gerhart Kreft, den Ombudsmann der privaten Banken.

Der entschied: Wegen der Angaben der SEB-Bankmitarbeiter und weil Baumhauer nie einen Fondsprospekt bekommen hatte, bezog sich die Garantie auf die 52,50 US-Dollar, inklusive Ausgabeaufschlag (Az. K 125/05).

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