Der Fall Meldung

Verkäufer schwatzten Ernestine Weiß einen Internettarif der Telekom auf. Dabei telefoniert sie bloß.

Bis April 2011 ist Ernestine Weiß mit ihrem Telefontarif zufrieden. Sie überweist im Schnitt 34 Euro an die Telekom und rechnet ihre Gespräche sonst über Tele2 ab, einen anderen Anbieter. Zusammen zahlt sie etwa 45 Euro im Monat. Doch dann geht die 76-Jährige zwei Haustürverkäufern auf den Leim, die ihr einen neuen Tarif der Telekom verkaufen.

Nun zahlt Weiß 8,27 Euro an Tele2 und außerdem im Schnitt 50 Euro jeden Monat für einen zweiten Tarif, der neben Gesprächen auch noch einen schnellen DSL-Datenanschluss fürs Internet enthält. „Call & Surf Comfort“ heißt der Vertrag. Im Internet surft Frau Weiß aber nicht. Sie hat keinen Computer.

Im Oktober 2011 bemerkt der Sohn die höheren Abbuchungen. Er bittet die Telekom, seiner Mutter einen passenden Tarif zu geben. Doch die Telekom weigert sich zweimal, Weiß aus dem Vertrag zu entlassen.

Erst als Finanztest nachhakt, reagiert der Konzern. Ende Januar bekommt die Kundin wieder ihren Wunschvertrag. „Frau Weiß erhält den Unterschiedsbetrag zu dem bisherigen Tarif rückwirkend erstattet“, sagt ein Sprecher der Deutschen Telekom.

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