Der Fall Meldung

Rita Brosius hat durch schnelles Handeln eine Falschbuchung rückgängig machen können.

Rita Brosius ärgert sich, als sie nach dem ­Italienurlaub ihre Kontoauszüge sieht. Ihr Einkauf in einem Supermarkt war zweimal abgebucht worden. Sie hatte mit Maestro-Karte und Unterschrift auf dem Beleg bezahlt. Sie erinnerte sich: Beim ersten Durchziehen der Karte hatte die Kasse nicht reagiert. Erst beim zweiten Versuch schien alles okay.

Sie widersprach sofort der ungerechtfertigten Abbuchung. Dazu nutzte sie den Onlineauftritt der Berliner Sparkasse, die für die Lastschriftrückgabe eine eigene Seite hat. Doch die Sparkasse bat sie um telefonische Rücksprache. Weil die Zahlung im Ausland erfolgt war, gehe die Rückbuchung nicht so einfach.

Die Sparkasse bat Frau Brosius, eine Reklamation zu schreiben, weil der Vorgang zentral in Frankfurt am Main geprüft werden müsse. Sie schilderte den Fall also schriftlich, fügte die – zum Glück noch vorhandenen – Belege bei und nannte sogar zwei Zeugen.

Zwei Wochen später teilte ihr die Berliner Sparkasse mit, dass sie den falsch abgebuchten Betrag wieder gutgeschrieben habe, die Auslandsbank sich aber vorbehalte, nach interner Prüfung den Umsatz erneut zur Belastung einzureichen. Dann müsste Rita Brosius erneut schnell reagieren, um die falsche Buchung zu verhindern.

Tipp: Prüfen Sie die Kartenabrechnungen und Umsätze auf dem Girokonto sorgfältig anhand der Belege und reklamieren Sie ­Fehler schnell. Zahlungen mit Maestro-Karte und Unterschriften sind Lastschriften, die sie bei Ihrer Bank rückgängig machen können. Bei Zahlungen im Ausland kann das aber mühsam sein. Nach Erfahrungen des Europäischen Verbraucherzentrums Kiel kennen manche ausländischen Banken dieses Verfahren gar nicht.

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