Der Fall Meldung

Endlich weiß Angelika Böhm, dass ihre Betriebs­rente erhalten bleibt.

Die Idee klingt gut: Die Deutsche Unterstüt­zungs­kasse vermittelt Firmen eine betriebliche Alters­vorsorge für ihre Mitarbeiter und hält dafür die Angebote von 16 Versicherern bereit. Für die Firmen ist das bequem: Die Verträge werden von der Deutschen Unterstüt­zungs­kasse verwaltet. Doch für die Versicherten kann genau das zum Problem werden, wie die Verkäuferin Angelika Böhm erfahren musste.

Böhms Arbeit­geber, der die Beiträge bezahlt, wechselte zu einem anderen Anbieter. Der alte Vertrag beim Volks­wohl Bund blieb stehen. Die 56-jährige durfte das Geld nicht mitnehmen. Der Volks­wohl Bund stellte in Aussicht, ihr Guthaben könne ausgezahlt werden – falls die Deutsche Unterstüt­zungs­kasse zustimmt. Wenn nicht, verjähre ihr Anspruch nach drei Jahren.

Die Unterstüt­zungs­kasse antwortete mehr als ein Jahr lang nicht auf Briefe des Volks­wohl Bundes. Auch Böhm und ihr Arbeit­geber bekamen keine Antwort. Erst als Finanztest nach­fragte, reagierte die Kasse: Das Geld wird bei Böhms Renten­beginn als Rente oder Einmalzahlung ausgezahlt. Ihr Anspruch kann nicht verjähren.

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