Der Fall Meldung

Stefan Reck telefoniert nur für 6 bis 10 Euro im Monat. Debitel fand den Kunden nicht lohnend genug.

Nur sieben Monate telefonierte Stefan Reck mit dem Handy im Crash-5-Tarif von Debitel. 5 Cent zahlte er pro Minute in alle Netze. Seine Monatsrechnung betrug 6 bis 10 Euro. Dann erhielt er eine E-Mail mit dem Titel „Exklusives Wechselangebot“. Darin teilte ihm Debitel die Kündigung mit.

Laut Vertragsbedingungen durfte Debitel kündigen, aber nur schriftlich und nicht per E-Mail. Einen Brief erhielt Reck trotz Nachfrage nicht. Er wechselte trotzdem den Anbieter.

Der Berliner Anwalt Frank Rosbach wehrte sich gegen die E-Mail-Kündigung seines Crash-5-Tarifs vor Gericht. Debitel akzeptierte die einstweilige Verfügung, schaltete den Vertrag vorübergehend wieder frei und kündigte korrekt per Brief (Amtsgericht Schöneberg, Az. 19 C 191/08).

Tipp: Setzen Sie sich gegen E-Mail-Kündigungen zur Wehr. Bei Verträgen mit längerer Laufzeit lohnt sich das.

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