Der Fall Meldung

Karin Spielmann fühlt sich getäuscht, denn sie benötigt keine Lebensversicherung. Durch die Kündigung verlor sie 2 500 Euro.

Karin Spielmann fühlt sich von der Citibank falsch beraten. Die Berlinerin wollte einen Sparplan abschließen, aus dem sie nach sieben Jahren steuerfreie Erträge erhält. Außerdem wollte sie flexibel über ihr Geld verfügen, falls sie einmal ins Altersheim umziehen muss.

Doch statt eines Sparplans verkaufte ihr die Beraterin der Citibank eine kapitalbildende Lebensversicherung der CiV-Versicherung. Laut Vertrag muss sie 17 Jahre lang monatlich 154 Euro zahlen. Ihr Tod ist nach drei Beitragsjahren mit 25 000 Euro abgesichert. „Die Vermittlerin hat mir kaum Zeit gelassen, ich sollte schnell unterschreiben“, sagt Frau Spielmann. Als sie sich von einem Steuerberater den Vertrag erklären lässt, ist es für das 14-tägige Rücktrittsrecht zu spät.

Jetzt erst erkennt Frau Spielmann, dass eine Lebensversicherung für sie die falsche Sparanlage ist. Besonders ärgert sie, dass ihr die Bankangestellte eine Lebensversicherung verkauft hat, obwohl sie wusste, dass ihre Kundin keine Erben hat und nach sieben Jahren an ihr Geld kommen will. Doch Frau Spielmann kann die falsche Beratung nicht beweisen. Und die Bank wie auch die Versicherung stellen sich stur.

Enttäuscht entscheidet sie sich, die Versicherung nach 20 Monaten und insgesamt 3 080 eingezahlten Euro zu kündigen. Sie erhält nur 592 Euro zurück.

Tipp: Bevor Sie eine Lebensversicherung abschließen, sollten Sie den Vertrag noch einem unabhängigen Experten zeigen. Den finden Sie in der Verbraucherzentrale in Ihrer Nähe oder Sie rufen Ihren Steuerberater an. Wer sich im Nachhinein auf falsche Beratung beruft, muss diese auch nachweisen. Das kann gelingen, wenn Sie Ihren Anlagewunsch schriftlich festhalten und vom Berater unterschreiben lassen.

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