Der Fall Meldung

Das Angebot auf der Autobörse www.mobile.de war toll: Ein Passat, 11 000 Kilometer, mit guter Ausstattung für 14 800 Euro. Sofort schrieb der Berliner Frank Beich dem Anbieter eine Mail und bekam prompt Antwort – auf Englisch. Ein Herr Straug erklärte, er sei nicht im Lande, werde den Wagen aber auf eigene Kosten aus England bringen lassen. Beich könne dann erst einmal in Ruhe testen. Das klang gut.

Den Transport sollte die Firma BCC Shipments übernehmen. Der Kunde müsse dort eine Sicherheit einzahlen.

Das klang weniger gut. Vorkasse beim Autokauf? Nur noch zum Schein meldete sich Frank Beich bei der Firma. Er erhielt einen Kode zum Nachverfolgen des Wagens über die Firmen-Homepage und die Aufforderung, über den Bezahldienst Western Union 4 400 Euro an einen Unbekannten zu überweisen.

Frank Beich hat gut daran getan, die Finger von der Sache zu lassen. Die Homepage der Firma verschwand kurz darauf, vom Anbieter hörte er nichts mehr. Sein Geld wäre weg gewesen.

Angebliche Transportfirmen missbrauchen Onlinebörsen immer wieder für Betrügereien. Interessenten sollten nie Geld vorab schicken, schon gar nicht über den Bezahldienst Western Union. Betrüger heben das Geld mit gefälschtem Ausweis ab und sind weg. Auch reine Treuhanddienste sind stets gefährlicher Quatsch. Sicher ist nur: Auto gegen Geld.

Tipp: Haben Sie Zweifel an einem Angebot, rufen Sie bei den Mitarbeitern von mobile.de an. Sie prüfen das Angebot auf Plausibilität.

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