Helga Reinhardt aus Stuttgart wollte bei Asstel eine Riester-Rentenversicherung abschließen. Ende vergangenen Jahres forderte sie bei dem Kölner Versicherer die Unterlagen an. Nur vergaß Asstel die Kinder von Frau Reinhardt. Beim zweiten Anlauf klappte es. Asstel wies darauf hin, dass die Unterlagen bis zum18. Dezember vorliegen müssten. Frau Reinhardt schickte am 13. Dezember die unterschriebenen Anträge nach Köln.

Als sie Ende des Jahres noch keine Antwort hatte, fragte sie nach. Asstel erklärte ihr, dass das völlig normal sei und aufgrund der großen Zahl von Anträgen die Bearbeitung bis Mitte Januar dauern könnte.

Frau Reinhardt rief Ende Januar erneut bei Asstel an. Diesmal erfuhr sie, dass sie nicht im Computer erfasst war. Damit sie für 2002 die Riester-Zulagen bekommt, hätte der Vertrag 2002 abgeschlossen sein müssen. Jetzt hat Asstel versprochen, ihr die Zulagen aus Kulanz selbst zu zahlen.

Helga Reinhardt ist kein Einzelfall. In den letzten Dezemberwochen türmten sich bei den Anbietern die Anträge. Nach Aussagen von Asstel gingen in dieser Zeit allein 20 000 Anträge ein. Das waren 50 Prozent des Neugeschäfts. Da könne es vorkommen, dass bei dem einen oder anderen Antrag etwas schief gelaufen sei, räumt Asstel ein. Kann der Kunde wie Frau Reinhardt nachvollziehbar darlegen, dass der ­Antrag bis 18. Dezember hätte vorliegen müssen, will Asstel für die Riester-Zulage aufkommen.

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