Der Fall Meldung

„Die Umweltkarte fand ich attraktiv, mehr wollte ich nicht“, sagt Gerd Maack.

Das Auto ging im Oktober 2007 kaputt. Zur gleichen Zeit warb die Bahn mit einer neuen Umwelt Bahncard 25 für 25 Euro und einer Geltungsdauer bis zum 31. März 2008. Das kam dem Berliner Gerd Maack sehr gelegen. So konnte er günstig reisen und verlegte den Kauf eines neuen Autos ins Frühjahr. Als er den Antrag für die Umweltkarte unterschrieb, stellte er irritiert fest: An die Umweltkarte war ein neues Bahncard-Jahresabonnement gekoppelt. Es folgte automatisch, sofern er nicht aktiv wurde und zum 31. März kündigte. Ein Jahresabo wollte der Berliner nicht. Deshalb formulierte er gleich am Schalter die Kündigung. Doch die Bahn verweigerte die Annahme. „Das geht nur über unseren Bahncard-Service“, erfuhr Maack.

Also schickte er seine Kündigung per Fax. Eine Bestätigung erhielt er nicht. Dass diese üblicherweise verschickt wird, war ihm nicht bekannt. Der Berliner ärgerte sich allerdings über den Aufwand, den er betreiben musste, um ein nie bestelltes Jahresabo loszuwerden. Doch schließlich hielt er die Angelegenheit für erledigt.

Eine Fehleinschätzung. Sechs Monate später lag eine neue Bahncard 25 mit seinem falsch gedruckten Namen sowie eine Rechnung im Briefkasten. „Eine Kündigung ist hier nicht eingegangen“, teilte der Bahncard-Service in einem Telefonat mit. Ein zweites Mal faxte er die Kündigung – und erhielt wieder keine Reaktion. Finanztest fragte nach. Der Bahnsprecher erklärte: „Bei außerordentlichen Kündigungen erhalten Kunden nicht automatisch eine Bestätigung.“ Nur bei ordentlichen, also fristgerechten Kündigungen, werden diese verschickt.

Im Fall Maack wird das Abo nun rückabgewickelt. Er konnte seine Kündigung per Fax anhand des Sendeprotokolls nachweisen.

Tipp: Achten Sie bei Bahncard-Kündigungen auf eine Bestätigung. Heben Sie ein Fax-Sendeprotokoll gut auf und speichern Sie bei E-Mail-Kündigung die gesendete Mail.

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