Der Fall Aida lässt Tauchgänge ins Wasser fallen

Der Fall - Aida lässt Tauchgänge ins Wasser fallen
Klagte gegen Aida und erhielt 100 Euro: Finanztest-Leser Jürgen Zerwas aus Bonn. © Christoph Papsch

Der Tauch­anzug blieb trocken, obwohl Jürgen Zerwas eine Karibik-Kreuz­fahrt mit drei Tauchgängen bei Aida gebucht hatte. Der erste fiel wegen angeblich hohem Wellengang aus, zum zweiten hatte sich kaum jemand angemeldet, beim dritten war das Boot kaputt. „Dieser Tauchgang in Belize wäre für mich das High­light gewesen“, sagt der Finanztest-Leser. Er forderte Entschädigung. Aida verwies auf die allgemeinen Geschäfts­bedingungen (AGB): Aida vermittle die Ausflüge nur, verantwort­lich seien Veranstalter vor Ort. Aida bot als Entschädigung 150 Euro Bord­guthaben für die nächste Reise an.

Zerwas lehnte ab und zog vor Gericht. Das Amts­gericht Rostock urteilte: Es ist höhere Gewalt, wenn Tauchgänge wegen Wellengang ausfallen. Teilnehmerzahlen dürfen über AGB geregelt werden – für beides gibt es keine Entschädigung. Für den ausgefallenen Tauchgang in Belize schon: 100 Euro (Az. 47 C 94/17). Der Kläger: „Da bei der Buchung die Veranstalter vor Ort nicht genannt werden, konnte sich Aida nicht aus der Verantwortung stehlen. Ich hoffe, das Urteil hilft anderen unzufriedenen Kunden.“

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