Der Fall Meldung

Um zu sparen, will Michaela Klopsch den Telefonanbieter wechseln. Doch dann soll sie plötzlich doppelt zahlen.

Michaela Klopsch wurden Internet und Telefon bei der Telekom irgendwann zu teuer. Sie plante, zu Kabel Deutschland zu wechseln, und gab dort auf der Internetseite alle für den Wechsel nötigen Daten ein. Kabel Deutschland kündigte bei der Telekom für sie. Dabei stellte sich heraus, dass Klopsch noch etwa ein Jahr an die Telekom gebunden ist. Doch Kabel Deutschland wartete nicht, schaltete Klopsch den Kabelanschluss frei und schickte ab dann fleißig Rechnungen. Monatelang sollte sie nun an Telekom und Kabel Deutschland zahlen. Doch Klopsch weigerte sich und zahlte wie bisher nur an die Telekom.

Kabel Deutschland übertrug die Sache einem Inkassobüro. Dieses verklagte die 35-jährige Berlinerin auf Zahlung von rund 500 Euro. Das Amtsgericht Berlin-Köpenick stellte sich aber auf die Seite der Verbraucherin. Klopsch müsse erst an Kabel Deutschland zahlen, wenn der Telekom-Vertrag beendet sei, entschied das Gericht (Az. 17 C 162/11).

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